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A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 
A
Ablösung einer Hypothek
Refinanzierung einer bestehenden Hypothek bei der Fälligkeit durch den aktuellen oder einen neuen Kreditgeber.
ABS
Siehe Asset-backed Securities
Ad-hoc-Publizität
Aktiengesellschaften, welche an der Börse kotiert sind, sind gesetzlich verpflichtet, kursbeeinflussende Fakten und Ereignisse unverzüglich zu publizieren. Zweck ist die Sicherstellung von Transparenz und die Gleichbehandlung der Anleger sowie die Funktionsfähigkeit der Effektenmärkte. Die Ad-hoc-Publizität dient ebenfalls der Insiderprävention, indem alle kursrelevanten Informationen schnellstmöglich verbreitet werden und ein allfälliger Informationsvorsprung von Insidern gegenüber den übrigen Marktteilnehmern abgebaut wird. Kursbeeinflussende Fakten sind z.B. Gewinneinbrüche, Fusionen oder geplante Übernahmen.
ADR
Abkürzung für American Depository Receipts. Von US-amerikanischen Banken ausgestellte, an der Börse handelbare Aktienzertifikate über bei ihnen hinterlegte Aktien. Ein ADR kann sich auf mehrere Aktien, nur auf eine oder auch auf einen Bruchteil einer Aktie beziehen. Hauptsächlich an amerikanischen Börsen werden ADRs anstelle von ausländischen Aktien gehandelt. Durch ADRs wird für Aktiengesellschaften der Marktzutritt erleichtert, da sie sich nicht dem vollständigen Zulassungsverfahren der Börsenaufsicht unterziehen müssen.
AG
Abkürzung für Aktiengesellschaft. Sie ist eine Gesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit (juristische Person), deren Eigentümer (Aktionäre) mit Ihrer Grundeinlage beteiligt sind. Nur die Aktiengesellschaft haftet für die Verbindlichkeiten der AG.
Agio
Bedeutet Aufgeld bei der Emission von Wertpapieren und weist die Differenz zwischen dem Nennwert und dem Ausgabepreis aus.
AHV
Abkürzung für Alters- und Hinterbliebenenversicherung. Sie bildet die erste staatliche Säule des Schweizer Vorsorgesystems. Dank ihr soll das Existenzminimum gesichert werden. Frauen erhalten ab Alter 64 und Männer ab Alter 65 eine ordentliche Rente aus der AHV.
AHV-Aufschub
Der AHV-Bezug kann auf Wunsch aufgeschoben werden, was später zu einer höheren Rente führt. Die minimale Aufschubsdauer beträgt ein Jahr. Die maximale Aufschubsdauer darf fünf Jahre nicht überschreiten.
AHV-Beiträge für Nichterwerbstätige
Nichterwerbstätige müssen ab 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres Beiträge an die AHV entrichten. Die Beitragspflicht endet, wenn das ordentliche Rentenalter erreicht ist. Bei einer frühzeitigen Pensionierung wird die Höhe der Beiträge auf Grund des steuerbaren Vermögens und des 20fachen jährlichen Renteneinkommens berechnet.
AHV-Vollrente
Wer keine Beitragslücken bei der AHV hat, erhält die Vollrente. Die Vollrente ist nicht zu verwechseln mit der Maximalrente. Die Definition der Vollrente bezieht sich nur auf die Anzahl Beitragsjahre, nicht jedoch auf die Höhe der durchschnittlichen Einkommen.
AHV-Vorbezug
Die AHV kann auf Wunsch der versicherten Person um ein oder zwei Jahre vorbezogen werden. Die Kürzung beträgt 6.8% pro Vorbezugsjahr, wobei Frauen bis Jahrgang 1947 von einem Sondersatz von 3.4% profitieren.
Aktie
Ein Wertpapier, welches den Anteil an der Gesellschaft verbrieft. Die Höhe des Anteils am Grundkapital wird durch den Nennwert festgelegt. Der tatsächliche Wert der Aktie entspricht hingegen dem Kurswert an der Börse (Börsenkapitalisierung geteilt durch Anzahl Aktien). Die Aktie bietet dem Inhaber, sofern das Unternehmen erfolgreich wirtschaftet, zwei Einkommensquellen: Einerseits Dividendenzahlungen und andererseits die Chance auf einen langfristig steigenden Kurswert (Kursgewinn).
Aktienbuch
Aktiengesellschaften, die Namensaktien emittiert haben, sind dazu verpflichtet ein Aktienbuch (Aktienregister) zu führen. Dort ist jeder Aktionär mit Name, Geburtsdatum und Adresse aufgelistet. Wer nicht im Aktienbuch eingetragen ist, zählt nicht als Aktionär.
Aktienfonds
siehe Fonds
Aktiengesellschaft
siehe AG
Aktienindex
siehe Index
Aktienkapital
Das Grundkapital einer Aktiengesellschaft. In der Schweiz beträgt es im Minimum 100'000 Franken.
Aktienmarkt
Auf dem Aktienmarkt werden Aktien gehandelt. Nebst der Börse gibt es noch einen Graumarkt oder ausserbörslichen Handel. Wird häufig als Synonym für die gesamte Börse verwendet.
Aktienpaket
Grössere Anzahl Aktien einer Gesellschaft, die als Ganzes gehandelt werden.
Aktienregister
siehe Aktienbuch
Aktiensplit
Umwandlung einer bestehenden Aktien in mehrere neue Aktien. Ein Aktiensplit im Verhältnis 2:1 bedeutet, dass der Aktionär in Zukunft anstatt eine, neu zwei Aktien besitzt. Durch den Aktiensplit soll die Aktie optisch günstiger und damit attraktiver erscheinen.
Aktionär
Eigentümer von Aktien einer AG und damit Miteigentümer der Gesellschaft.
Aktive Produkte
Von aktiven Produkten spricht man in der Finanzwelt, wenn der verantwortliche Produktmanager aktiv versucht, eine Index-Benchmark zu übertreffen. Mit einer aktiven Steuerung (Übergewichtung und Untergewichtung von einzelnen Anlagen gegenüber einer Benchmark) soll eine Outperformance erzielt werden. Diese aktive Steuerung verursacht hohe Kosten, weshalb es nur ein Teil der aktiven Produkte schafft, das Ziel einer Mehrrendite nach Gebühren zu erreichen. Viele Produkte, oftmals Anlagefonds, halten sich sehr nahe an der zugrunde liegenden Benchmark und managen nur einem kleinen Teil des Vermögens aktiv. Solche Produkte sind wenig sinnvoll, da auch für den passiven Teil die hohen Gebühren für ein aktives Management anfallen.
Aktivgeschäft
Sammelbegriff für alle Bankgeschäfte, die die Aktivseite der Bankbilanz betreffen. Dazu gehören v.a. Forderungen gegenüber Kunden wie Hypotheken oder Kredite. (Gegensatz: Passivgeschäft)
Aktivzinsen
Zinseinnahmen der Banken aus Kredit- und Hypothekargeschäften.
All-In-Gebühr
Bei All-In Bankgebühren sind üblicherweise die Depotführungsgebühren und die Transaktionsgebühren abgedeckt. Teilweise beinhaltet die All-In auch weitere Dienstleistungen wie Steuerbescheinigung, Bancomatbezüge, Geldtransfers, Kreditkarten usw. Banken bieten vielfach auch eine All-In-Fee an, die zusätzlich auch die Vermögensverwaltungsgebühren abdeckt. Nie in der All-In-Fee enthalten sind Produktgebühren bei zum Beispiel Anlagefonds oder strukturierten Produkten, sowie Kosten bei Devisengeschäften.
Alte Aktien
Aktien, die bereits vor einer Kapitalerhöhung im Umlauf waren.
American Stock Exchange
Auch Amex genannt. Weltweit grösste Börse in den USA.
Amex
siehe American Stock Exchange
amortisieren
Rückzahlung der auf einer Liegenschaft lastenden Hypothek. Eine Amortisation kann Schrittweise erfolgen, was bei einer Hypothek im 2. Rang üblich ist. Ob eine Hypothek amortisiert werden soll, hängt in erster Linie von der Gesamtvermögensstruktur und der individuellen Steuersituation des Liegenschaftseigentümers ab.
Analysten
Versuchen mit verschiedenen Methoden ein möglichst genaues Bild einer Aktiengesellschaft zu gewinnen und geben entsprechende Kauf- oder Verkaufsempfehlungen ab. Analystenkommentare können kurzfristig starke Auswirkungen auf die Kursentwicklung einzelner Wertpapiere haben.
Anlagefonds
Ein Fonds ist eine breit gestreute Geldanlage. Die Fondsgesellschaft sammelt das Geld vieler Anleger und investiert es in verschiedene Anlagekategorien wie Aktien, Obligationen, Immobilien oder Rohstoffe etc.. Der Vorteil der Fondsanlage besteht darin, dass der einzelne Anleger bereits mit einem bescheidenen Kapitaleinsatz von der Risikostreuung des gesamten Fonds profitiert. Nachteilig sind die meistens relativ hohen Gebühren, die genau hinterfragt werden müssen.
Anlagehorizont
Unter Anlagehorizont versteht man, wie lange in in Wertschriften angelegte Gelder voraussichtlich nicht angetastet werden müssen.
Anlageinstrument
Sämtliche Anlagemöglichkeiten, die einem Investor zur Auswahl stehen.
Anlagekategorie
Um Investitionsmöglichkeiten nach Risiko- und Renditeprofil zu gliedern, werden oftmals verschiedene Anlagekategorien gebildet. Die Wertschriften, welche in derselben Anlagekategorie zusammen gefasst werden, sollten sich in Bezug auf Renditechancen und Risiko möglichst ähnlich verhalten.
Anlagestrategie
Häufig verwendete Bezeichnung für die Aufteilung der Anlagemittel auf verschiedene Anlagekategorien / Anlageklassen mit unterschiedlichem Risiko. Die gewählte Anlagestrategie ist entscheidend für die Schwankungen des Anlagevermögens und die erwartete langfristige Rendite.
Anleihe
siehe Obligation
Antizyklisches Anlegen
Der Investor handelt gegen den aktuellen Markttrend. Er kauft Aktien, wenn alle Investoren verkaufen und umgekehrt. Er glaubt, dass sich Aktienkurse mittelfristig an der fairen Bewertung orientieren und lässt sich nicht von kurzfristigen Trends leiten.
Arbitrage
Ausnützen von Kursunterschieden gleicher Güter oder Anlagen auf verschiedenen Märkten. Die Anlagen werden auf dem günstigsten Markt gekauft und gleichzeitig auf dem teuersten Markt verkauft.
Asset-backed Securities
Oberbegriff für Anleihen, die mit gebündelten Vermögenswerten gesichert sind. Eine Form von ABS's sind die sogenannten MBS (Mortgage-backed Securities), bei denen Hypotheken hinterlegt werden. Spezialisierte Institute bündeln und verbriefen die Assets und platzieren sie unter Investoren.
Aufwertungsfaktor bei der Berechnung der AHV-Rente
Der Aufwertungsfaktor bei der AHV dient zum Ausgleich der Inflation, damit frühere Beitragsjahre ähnlich stark gewichtet werden wie spätere. Die AHV stellt eine Aufwertungstabelle zur Verfügung.
Ausgabeaufschlag
Oft werden dem Kunden beim Kauf eines Fonds Kommissionen in Rechnung gestellt. Diese können je nach Fonds und Anbieter bis 5% ausmachen und gehen zu Lasten des Investors bzw. dessen Rendite. Die Gebühr fliesst oftmals in den Vertrieb oder geht direkt zu Gunsten der Fondsgesellschaft.
Ausgabepreis
Preis, den Investoren bei der Emission von Wertpapieren zu zahlen haben oder Verkaufspreis von Fondsanteilen.
Ausländische Obligationen
Es gibt zwei Arten von ausländischen Obligationen. Zum einen sind es Obligationen, die im Ausland emittiert werden und auf die jeweilige Währung lauten und zum anderen sind es Obligationen von ausländischen Schuldnern, die in der Schweiz in Schweizer Franken emittiert werden.
Ausschüttung
Meistens versteht man darunter die Auszahlung des Unternehmensgewinns in Form von Dividenden an die einzelnen Aktionäre.
Ausserbörslicher Handel
Handel mit Wertpapieren ausserhalb der regulären Börsensitzung. Meistens handelt es sich um grosse Transaktionen zwischen Marktteilnehmern, bei denen der Preis zwischen den Parteien frei vereinbart wird.
B
Baisse
Dieser französische Begriff steht für eine anhaltend negative Börsenphase mit fallenden Kursen (Gegenteil zu Hausse).
Basket
Aus mehreren Wertpapieren zusammengestellter Korb, der als Basis eines Finanzproduktes dient.
Bear Market
Zeichnet sich durch fallende Kurse und negativer Erwartungshaltung für die Börsenzukunft aus (Gegensatz: Bull Market)
Bearish
siehe Bear Market
Beitragsprimat
Bei Pensionskassen, die nach dem Beitragsprimat aufgebaut sind, richten sich die Leistungen der Pensionskasse nach den Beiträgen, die im Reglement der Pensionskasse definiert sind. Die Versichertenleistungen werden auf Grund der geleisteten Beiträge berechnet.
Belehnung
Anteil des Verkehrswertes einer Liegenschaft, der durch eine Hypothek finanziert ist (Anteil der Kredithöhe in Prozent des Verkehrswertes der Liegenschaft).
Belehnungshöhe bei Liegenschaften
Die Belehnungshöhe ergibt sich, indem der Verkehrswert einer Liegenschaft ins Verhältnis zu den Schulden gesetzt wird. Eine Belehnungshöhe von beispielsweise 50% bedeutet, dass die Hälfte des Verkehrswertes durch eine Hypothek finanziert ist.
Benchmark
Massstab zur vergleichenden Evaluierung der Rendite einer Investitione oder eines Anlegers. Meistens wird ein bekannter Index als Messlatte gewählt. Für weltweit investierende Aktienanleger ist das der MSCI World. Ziel des Anlegers muss sein, den gewählten Index langfristig zu übertreffen ohne ein höheres Risiko einzugehen.
Bestandespflegekommission
Unabhängige Fondsgesellschaften sind auf das Vertriebsnetz der Banken angewiesen. Banken und Vermögensverwalter stellen den Kontakt zu den Endkunden her. Für diese Dienstleistung erhalten Banken von den Fondsgesellschaften Rückvergütungen, welche auch Bestandespflegekommissionen heissen.
Bestens
Der Kunde gibt seiner Bank den Auftrag, ein bestimmtes Wertpapier zum bestmöglichen Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Der Auftrag wird so in jedem Fall ausgeführt. Zu empfehlen sind "Bestens-Aufträge" nur bei sehr liquiden Wertschriften.
Betafaktor
Gibt an wie sich eine Aktie im Verhältnis zu seinem Vergleichsindex entwickeln sollte. Ein Beta von 1.2 bedeutet, dass die Aktie bei einem Anstieg des Vergleichswertes von 10% um rund 12% zulegen sollte und bei einer Korrektur von 10% ensprechend 12% verliert. Geht ein Anleger oder Vermögensverwalter grössere Risiken als der Gesamtmarkt ein, so sollte er auch eine höhere Rendite ausweisen können.
Betreibungsregisterauszug
Eintragung im Betreibungsregister (Kopie). Beim Betreibungsamt Ihres Wohnorts erhältlich.
Betreuungsgutschriften bei der AHV
Betreuungsgutschriften sind keine direkten Einzahlungen in die AHV, sondern Zuschläge zum Erwerbseinkommen welche für die Betreuung pflegebedürftiger Verwandter berücksichtigt werden. Betreuungsgutschriften müssen jedes Jahr aufs neue bei der kantonalen Ausgleichskasse geltend gemacht werden. Sie können nicht mit Erziehungsgutschriften kumuliert werden und der Anspruch besteht nur, falls in der jeweiligen Periode keine Erziehungsgutschriften erfolgten.
Bezugsrecht
Bei einer Kapitalerhöhung erhält der Aktionär im Normalfall das Recht, gemäss seiner bisherigen Beteiligung am Aktienkapital, neue Aktien gegen eine Kapitaleinlage zu beziehen.
Bezugsverhältnis
Kommt bei einer Kapitalerhöhung zum tragen und bezeichnet beim Bezug neuer Aktien das Verhältnis zwischen dem bisherigen Grundkapital und der Kapitalerhöhung. Ein Bezugsverhältnis von 3:1 bedeutet zum Beispiel, dass bisherige Aktionäre für 3 Aktien eine neue beziehen können.
Bilanz
Gegenüberstellung der Aktiv- und Passivseite eines Unternehmens zur Darstellung seiner finanziellen Situation. Der Analyst generiert aus einer Bilanz verschiedene Kennzahlen, die für die Fundamentalanalyse von Bedeutung sind.
Billigst
siehe bestens
Blue Chip
Bezeichnung für Aktien von Unternehmen mit hohem Wert und internationalem Ansehen. Das Pendant zu den Blue Chips bilden die Nebenwerte. Die Bezeichnung Blue Chip ist auf die blauen Jetons (Chips) im Casino Monte Carlo zurückzuführen, da diese den höchsten Wert hatten.
Bond
siehe Obligation
Bonität
Massstab für die Kreditwürdigkeit eines Schuldners. Eine hohe Bonität bedeutet, dass der Schuldner seine Verbindlichkeiten mit grosser Wahrscheinlichkeit auch in einer schwierigen Marktsituation zurückzahlen kann (eine hohe Bonität weisen z.B. der Bund oder die Kantone auf). Eine tiefe Bonität weisen Unternehmen mit Zahlungsschwierigkeiten auf. Für das zusätzlich eingegangene Risiko verlangt der Gläubiger eine höhere Rendite.
Bonitätsrisiko
Risiko des Gläubigers, dass der Schuldner seinen Zins- und Rückzahlungsverpflichtungen nicht oder nicht zeitgerecht nachkommt.
Bookbuilding Verfahren
Verfahren zur Festlegung eines marktkonformen Emissionspreises im Zusammenhang mit dem Gang an die Börse eines Unternehmens.
BRIC-Staaten
Abkürzung für die Staaten Brasilien, Russland, Indien und China. Ihnen wird ein hohes Wachstumspotenzial zugetraut, weshalb immer mehr Finanzdienstleister Anlagemöglichkeiten für diese Staaten anbieten.
Broker
In den USA allgemein die Bezeichnung für Börsenmakler, die auch für Privatkunden tätig werden können. Er vermittelt nur und wickelt keine Geschäfte auf eigene Rechnung ab.
Bruttorendite
Die Bruttorendite ist der Ertrag (Erträge und Kursgewinne) von Anlagen vor Berücksichtigung von Kosten und Gebühren.
Bull Market
Zeichnet sich durch steigende Aktienmärkte und einer anhaltend positiven Grundstimmung an den Aktienmärkten aus (Gegenteil: Bear Market).
bullish
siehe Bull Market
Bundesobligation
Obligation, die vom Staat (Bund) emittiert wird. Damit kann der Bund bei den Anlegern Geld aufnehmen. Der Gläubiger erhält dafür einen festen Zins ohne grosses Risiko, da der Staat eine hohe Bonität aufweist.
Buy on bad news
Börsenweisheit, die besagt, dass man Aktien dann kaufen soll, wenn das Unternehmen schlechte Nachrichten verkünden muss. Oft werden die Investoren durch kurzfristiges Denken geleitet und steigen in solchen Situation aus, wodurch sich für den Langfristinvestoren gute Anlagemöglichkeiten geboten werden (siehe auch antizyklisches Anlegen).
BVV2-Anlagerichtlinien
Die BVV2-Anlagerichtlinien werden bei Vorsorgegeldern angewendet. Ziel ist der Schutz der Anleger. So werden durch die Richtlinien "zulässige Anlagen" definiert und Begrenzungen einzelner Anlageklassen und Schuldner definiert. So darf beispielsweise maximal 50% des Kapitals in Aktien investiert werden.
Börse
Ein Markt für Aktien, Obligationen, Waren und verschiedene Finanzinstrumente. Der Preis wird durch das Angebot und die Nachfrage bestimmt.
Börsenmakler
Personen, die gewerbsmässig Börsengeschäfte zwischen Käufer und Verkäufer vermitteln.
C
Call-Option
Recht zum Kauf des Basiswertes zu einem im Voraus festgelegten Preis. Der Käufer einer Call-Option auf eine bestimmte Aktie rechnet mit einem Anstieg dieser Aktie und möchte überproportional vom erwarteten Kursanstieg profitieren (Gegenteil: Put-Optionen).
CAP bei Hypotheken
Absicherung bei einer Hypothek (Zinsobergrenze). Die Prämie für die Absicherung wird direkt in den Zinssatz einkalkuliert, was die Hypothek verteuert. Der Cap wird auch Zinskostenabsicherung oder Plafond genannt.
Cash Flow
Englischer Begriff für Liquiditätszufluss und bezeichnet den Nettozugang an flüssigen Mitteln aus dem Umsatz des Unternehmens. Aus der Höhe des Cash Flows und vor allem in der langfristigen Entwicklung lassen sich Rückschlüsse auf die Eigenfinanzierungskraft des Unternehmens ziehen.
Cat Bonds
Cat Bonds sind in Obligationen verbriefte Unfall- und Schadenversicherungsrisiken. In erster Linie sollen Risiken von Extremereignissen abgesichert bzw. weitergegeben werden.
Chart
Grafische Darstellung von Kursentwicklungen von Wertpapieren oder Indices. Sie dienen als Grundlage für die technische Wertpapieranalyse (Chartanalyse).
Chartanalyse
Aus dem Kursverlauf der Vergangenheit wird versucht, die zukünftige Kursentwicklung zu prognostizieren.
Core-Satellite Ansatz
Der Core-Satellite Ansatz bezeichnet im Portfoliomanagement die Aufteilung eines Wertschriftenportfolios auf eine breit diversifizierte Kerninvestition (Core), welche eine Basisrendite mit ausreichender Diversifikation bieten soll, und mehrere Zusatzinvestitionen (Satelliten). Die Satelliten haben zum Ziel, die Renditechancen zu steigern.
Cost-Average-Effekt
Bei Investitionen gleicher Höhe in regelmässigen Abständen erwirbt der Anleger bei tiefen Kursen relativ mehr, bei hohen Kursen relativ weniger Anteile. So wird ein günstigerer Durchschnittskurs erzielt und der Anleger kann von der langfristig positiven Börsenentwicklung profitieren. Der Cost-Average-Effekt kommt beim regelmässigen Sparen, z.B. bei regelmässigen Einzahlungen in einen Sparplan oder beim langfristigen Aufbau eines Depots zum tragen.
Courtage
Gebühren, die der Kunde seiner Bank für den Kauf und Verkauf von Wertschriften bezahlt. Meistens entspricht der Betrag einem prozentualen Wert der Transaktionsgrösse.
Crash
Massiver Kurseinbruch von Wertpapieren auf breiter Front. Zu den bekanntesten Crashes gehören der Schwarze Freitag im Oktober 1929, der Oktober 1987 und das Platzen der Technologieblase im Jahr 2000. Bei diesem Crash handelt es sich nicht um einen kurzfristigen Kurssturz, sondern um eine stetige Abwärtsbewegung über einen langen Zeitraum.
D
Dachfonds
Eine Art von Investmentfonds, bei der vom Fondsmanager nicht in einzelne Titel, sondern in andere Fonds investiert wird. Ziel ist eine noch grössere Diversifikaktion zu erreichen. Diese Art von Fonds haben hohe (z.T. versteckte) Gebühren.
DAX
Deutscher Aktienindex. Er spiegelt die 30 wichtigsten Standardtitel Deutschland wider und wurde am 1. Juli 1988 eingeführt.
Day Trading
Handel mit Wertpapieren unter sehr kurzfristigen Aspekten. Beim Daytrading wird nicht primär auf Fundamentaldaten geachtet, sondern auf kurzfristige Trends, Markpsychologie und Chartanalyse. Beim Day Trading werden die offenen Positionen am Ende des Handelstages normalerweise wieder geschlosssen.
Deckungsgrad einer Pensionskasse
Verhältnis zwischen dem vorhanden Vermögen einer Pensionskasse (Aktiven) und dem für die Finanzierung zukünftiger Leistungen benötigten Deckungskapital.
Depot
Aufbewahrungsort für Wertgegenstände im weitesten Sinne. Bei Wertpapieren ist das Depot der Ort, wo das Bankinstitut die Wertpapiere für Ihre Kunden führt. Normalerweise verlangen die Geldinstitute eine Gebühr für die Depotführung.
Depotbank
Kundengelder werden nicht beim Vermögensverwalter aufbewahrt, sondern bei einer externen Bank. Somit wird auch sichergestellt, dass die Gelder vom Gesellschaftsvermögen strikt getrennt und von einer Veruntreuung oder Insolvenz nicht tangiert sind.
Depotführungsgebühr
Für die Aufbewahrung der Kundengelder verlangen die Depotbanken eine prozentuale Gebühr des deponierten Vermögens.
Derivate
Sammelbegriff für Finanzinstrumente, die von anderen Basiswerten abgeleitet sind und deren Kurse von der Preisentwicklung dieser Werte abhängig sind. Oft werden Derivate mit einem Hebeleffekt ausgestattet und reagieren damit überproportional auf Kursbewegungen des Basiswertes. Sie können zur Absicherung von Wertschriftendepots oder auch als Spekulationsinstrumente eingesetzt werden.
Deutsche Zinsusanz
Bei der deutschen Zinsusanz wird der Zinssatz immer auf ein Kalenderjahr angegeben, unabhängig davon, ob es 365 oder 366 Tage hat.
Devisen
Ausländische Währungen.
Devisenkurs
Austauschverhältnis zwischen zwei Währungen. Der Devisenkurs wird während der Börsensitzung je nach Angebot und Nachfrage festgestellt.
Diversifikation
Begriff für die breite Streuung von Anlagen, um das Risiko von Verlusten zu streuen. Diversifikation ist teuer und nur einzelne Anlageprodukte eignen sich zur effizienten Diversifikation von Risiken. Der Anleger muss berücksichtigen, dass er das sogenannte systematische Risiko (Marktrisiko) von Wertschriften nicht reduzieren kann.
Dividende
Auf eine Aktie anfallender Anteil des ausgeschütteten Gewinns einer Aktiengesellschaft.
Dividendenrendite
Ist die Dividende ausgedrückt als Prozentwert des Aktienkurses. Bei einem ausgeschütteten Gewinn von 1 Franken und einem Aktienkurs von 25 Franken beträgt die Dividendenrendite 4%.
Doppelbesteuerungsabkommen (DBA)
Abkommen zwischen Staaten mit der Absicht zu verhindern, dass Personen in beiden Staaten besteuert werden. Die Schweiz hat mit über 50 Ländern ein Doppelbesteuerungsabkommen (Stand 2008).
Dow Jones Index
Weltweit bekanntester Aktienindex. Der Dow Jones Industrial Avarage errechnet sich durch Addition der Kurse von den 30 bedeutendsten amerikanischen Unternehmen und Multiplikation mit einem bestimmten Faktor. Damit unterscheidet sich der Dow Jones von den meisten Indices, welche die Marktkapitalisierung der Unternehmen berücksichtigen.
E
Effekten
Sammelbegriff für alle austauschbaren Wertpapiere.
Effektiver Zins
Zins, den man bezogen auf den aktuellen Kurs einer Obligation prozentual erhält.
Eigenmietwert
Der Eigenmietwert muss von Liegenschaftseigentümern als Einkommen versteuert werden, die ihre eigene Liegenschaft bewohnen. Der Eigenmietwert entspricht etwa dem Einkommen, das man durch Vermietung auf dem freien Markt erzielen könnte. Der Eigenmietwert ist ein fiktives Einkommen in der Steuererklärung. Im Gegenzug können Schuldzinsen (Hypothekarzinsen) in Abzug gebracht werden.
Einfache Staatssteuer
Resultat, wenn das steuerbare Einkommen oder Vermögen mit dem Steuersatz multipliziert wird. Um den effektiv geschuldeten Steuerbetrag zu eruieren, muss die einfache Staatssteuer mit dem gültigen Staats-, Gemeinde- und Kirchensteuerfuss multipliziert werden.
Einkaufspotenzial in der Pensionskasse
Einkaufspotenzial in der Pensionskasse entsteht, wenn Vorsorgelücken vorhanden sind. Die Höhe des Einkaufspotenzials gibt an, wie viel jemand in die Pensionskasse einbringen muss, um alle Vorsorgelücken zu schliessen. Lücken in zweiten Säule können beispielsweise durch fehlende Beitragsjahre oder durch Lohnerhöhungen entstehen. Die Einkaufssumme darf von steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden. Bei richtiger Vorgehensweise sind Pensionskasseneinkäufe eines der effizientesten Mittel, um die Steuerlast nachhaltig zu reduzieren.
Einkommenslücke
Negative Differenz zwischen dem Einkommen (Lohn, AHV, Pensionskassenrente, Zinserträge) und den gesamten Ausgaben. Meistens entsteht eine Einkommenslücke nach der Pensionierung. In diesem Fall muss aus dem angesparten Vermögen ein zusätzliches Einkommen generiert werden, um die Lücke wieder zu schliessen.
Einkommenssicherstellung
Nach der Pensionierung entsteht in vielen Fällen eine Einkommenslücke, weil die Renten tiefer sind als der letzte Lohn beziehungsweise der Geldbedarf nach der Pensionierung. Unter Einkommenssicherstellung versteht man die Generierung eines Einkommens aus dem Vermögen. Die Einkommenssicherstellung ist bei Rentnern, die das Pensionskassenguthaben in Kapitalform bezogen haben besonders wichtig.
Einkommenssteuern
Steuern, die auf wiederkehrenden und einmaligen Einkünften erhoben werden. Hauptsächlich handelt es sich um Einkommen aus selbständiger oder unselbständiger Erwerbstätigkeit, Erträge aus beweglichem und unbeweglichem Vermögen sowie Einkommen aus der Vorsorge.
Einzeltitel, Direktanlagen
Unter Direktanlagen / Einzeltiteln versteht man die Investition direkt in ein Anlageinstrument und nicht indirekt über ein Finanzprodukt (z.B. Anlagefonds, Indexzertifikate etc.). Von Direktanlagen spricht man vor allem bei direkten Investments in Aktien- und Obligationen.
Emerging Markets
Siehe Schwellenländer
Emission
Ausgabe neuer Wertpapiere, die zur Beschaffung von Kapital dient.
Emittent
Herausgeber eines neuen Wertpapiers.
Enger Markt
Als "eng" gilt ein Markt, der auf Grund zu geringer Umsätze nicht jederzeit liquide ist. Aufgegebene Orders können nicht oder nur teilweise ausgeführt werden.
Erblasser
Bezeichnung eines Verstorbenen in Bezug auf das durch seinen Tod auf andere übergehende Vermögen.
Erbschaftssteuer
Steuern, die auf Vermögen erhoben werden, das gestützt auf das gesetzliche Erbrecht oder einer Verfügung von Todes wegen an einen Begünstigten übergeht. Nahe Verwandte müssen in der Regel keine Erbschaftssteuern bezahlen.
Ermessenseinschätzung
Die Ermessenseinschätzung wird vorgenommen, wenn auch nach Abklärungen unklar ist, ob eine steuerpflichtige Person Einkünfte erzielt hat oder wie hoch die Einkünfte waren. Die Ermessenseinschätzung kommt vor allem dann zur Anwendung, wenn die steuerpflichtige Person trotz Mahnung keine Steuererklärung eingereicht hat.
Erste Säule
Die Schweizer Vorsorge basiert auf drei Säulen. Unter der ersten Säule versteht man die staatliche Vorsorge, welche hauptsächlich durch die AHV/IV abgedeckt wird. Die zweite Säule ist die berufliche, die dritte Säule die freiwillige / private Vorsorge.
Ertragswert
Der Ertragswert wird anhand des Ertrages, den eine Liegenschaft oder eine Unternehmung abwirft, berechnet. Der Ertrag wird mit einem Faktor hochgerechnet, sodass die zukünftig erwarteten Gewinne vollständig in den aktuellen Ertragswert einfliessen.
Erziehungsgutschriften bei der AHV
Erziehungsgutschriften sind keine direkten Einzahlungen in die AHV, sondern Zuschläge zum Erwerbseinkommen welche für die „Erziehung“ von Kindern bis 16 Jahre berücksichtigt werden. Die Erziehungsgutschriften betragen das Dreifache der jährlichen Minimalrente zum Zeitpunkt des Anspruchbeginns der Rente. Bei Ehepartnern werden die Gutschriften während der Ehejahre je zur Hälfte auf die Ehepartner aufgeteilt.
ETF
Abkürzung für den englischen Begriff Exchange Traded Funds oder Indexaktie. Indexaktien haben das Ziel, die Wertentwicklung eines bestimmten Indices wie zum Beispiel den SMI nachzubilden. Da bei einer Indexaktie auf ein aktives Management der Gelder verzichtet wird, fallen die jährlichen Gebühren deutlich tiefer aus als bei einem üblichen Aktienfonds. Der Anleger kann je nach Index trotzdem von einer breiten Diversifikation profitieren.
EUREX
Elektronische Handelsplattform für Termingeschäfte.
Exchange Traded Funds
siehe ETF
Externer Vermögensverwalter
Ein Vermögensverwalter, der nicht von einer Bank angestellt ist. Externe Vermögensverwalter werden in der Schweiz oft auch als unabhängige Vermögensverwalter bezeichnet. Wirklich unabhängig können externe Vermögensverwalter aber selten agieren, weil sie mit einzelnen Banken oder Produktanbietern eng zusammen arbeiten oder Provisionen / Retrozessionen erhalten.
F
Fehljahre bei der AHV
Um die Vollrente zu aus der AHV zu erhalten, dürfen keine Fehljahre vorhanden sein. Unter einem Fehljahr versteht man ein Jahr, in dem keine AHV-Beiträge geleistet wurden (Auslandaufenthalt, Studium etc.).
Festgeld
Geldanlagen bei einer Bank, die eine fixe Laufzeit und einen fixen Zins haben. Die Laufzeit beträgt in der Schweiz normalerweise 1 bis 12 Monate.
Festhypothek
Festhypotheken haben üblicherweise eine Laufzeit von 1 bis 10 Jahren. Während dieser Laufzeit ist der Zins für die Hypothek fixiert. Die Hypothek kann während der Laufzeit nicht gekündigt werden oder nur gegen Bezahlung einer (teilweise hohen) Vorfälligkeitsprämie.
Finanzberater
Als Finanzberater (auch Vermögensberater, Bankberater oder Kundenberater) gilt jeder, der Kunden in irgend einer Form im Zusammenhang mit ihren Finanzen (teilweise auch Versicherungen) berät. Auch wenn das Wort "Berater" vermuten lässt, dass die Interessen des Kunden an oberster Stelle sind, muss dies nicht immer der Fall sein. Denn Berater, die Provisionen (Kickbacks und Retrozessionen) erhalten, werden schnell zu Verkäufern, die auch ihre eigenen (finanziellen) Interessen berücksichtigen.
Fixhypothek
siehe Festhypothek
Flexibles Rentenalter
In der Schweiz entsteht grundsätzlich ein Rentenanspruch zum Zeitpunkt der ordentlichen Pensionierung. Unter flexiblem Rentenalter versteht man in erster Linie, dass eine Rente schon früher oder auch später bezogen werden kann. Diese Möglichkeit besteht bei der AHV und auch die Pensionskassen bieten ab einem bestimmten Alter einen Rentenbezug bei einer Frühpensionierung an. Im Gegenzug erfolgt jedoch eine Rentenkürzung.
Floating Rate Notes
Anleihen mit einem variablen Zinssatz. Dieser wird regelmässig den jeweiligen Marktbedingungen angepasst. Als Referenzzinssatz gilt meist der Libor oder der Euribor. Auf Grund der regelmässigen Anpassungen schwanken die Kurse von Floating Rate Notes nur gering.
Floor
Vor allem bei Geldmarkthypotheken möglich. Der Kreditnehmer verzichtet auf die Möglichkeit eines zukünftigen tiefen Zinssatzes (tiefer als der Floor) und daraus resultiert eine Vergünstigung der Hypothek. Der Abschluss einer Hypothek mit einem Floor ist in der Schweiz möglich, aber nicht sehr verbreitet.
Fonds
Ein Fonds ist eine breit gestreute Geldanlage. Die Fondsgesellschaft sammelt das Geld vieler Anleger und investiert es in Anlagekategorien wie Aktien, Obligationen, Immobilien oder Rohstoffe etc.. Der Vorteil der Fondsanlage besteht darin, dass der einzelne Anleger bereits mit einem bescheidenen Kapitaleinsatz von der Risikostreuung des gesamten Fonds profitiert. Nachteilig sind die meistens relativ hohen Gebühren, die genau hinterfragt werden müssen.
Fondsausgabeaufschlag
siehe Ausgabeaufschlag
Fondsmanager
Der Fondsmanager ist zusammen mit seinem Team verantwortlich für die Bewirtschaftung eines Anlagefonds. Der Fondsmanager und die weiteren Analysten im Team haben vertieftes Wissen in dem Markt, in den der Fonds investiert. So hat das Analystenteam oftmals auch Spezialisten aus der jeweiligen Branche (z.B. Ingenieure bei einem Fonds der in Automobilaktien investiert).
Forwardzuschlag
Wenn die Auszahlung der Hypothek in der Zukunft liegt, bieten die meisten Anbieter die Möglichkeit an, Zinskonditionen bereits im Voraus zu fixieren. Der Zinssatz verteuert sich dadurch um den sogenannten Forwardzuschlag.
Fremdkapital
Summe aller Verbindlichkeiten eines Unternehmens
Frühpensionierung
In der Schweiz ist das ordentliche Pensionierungsalter 64 Jahre (Frauen) beziehungsweise 65 Jahre (Männer). Wenn jemand frühzeitig aus dem Erwerbsleben austritt, spricht man von einer Frühpensionierung. Bei einer Frühpensionierung entsteht üblicherweise eine Einkommenslücke, weil die AHV erst beim ordentlichen Rentenalter ausbezahlt wird. Oftmals spricht man bei einer Frühpensionierung auch von einer vorzeitigen Pensionierung.
Fundamentalanalyse
Analyse von Wertschriften, die sich an den Unternehmenszahlen und volkswirtschaftlichen Faktoren orientiert. Es wird untersucht, ob eine Aktie im Marktvergleich eher über- oder unterbewertet ist und welches Kurspotenzial sie entsprechend aufweist.
Funds of Funds
siehe Dachfonds
Fungibilität
Fungibilität ist die Eigenschaft eines Wertpapiers, leicht austauschbar zu sein. Aktien von Grossen Unternehmen oder Devisen sind beispielsweise fungibel, weil es sie millionenfach gibt. Jede Aktie ist genau gleich und hat genau den gleichen Wert – jede Aktie eines Unternehmens wird dadurch durch eine andere austauschbar.
Fusion
Zusammenschluss von zwei oder mehreren Unternehmen zu einer neuen eigenständigen Firma.
Futures
International gebräuchliche Bezeichnung für börsengehandelte Termingeschäfte. Das Wort ist vom englischen Wort für Zukunft abgeleitet, weil die Lieferung und Zahlung bei Termingeschäften in der Zukunft liegen. Im Gegensatz zur Option handelt es sich beim Future um einen verbindlichen Vertrag zwischen zwei Parteien.
G
Geldmarkt
Markt für kurzfristige Guthaben und Kredite mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr. Längerfristige Verbindlichkeiten werden als Kapitalmarktanlagen bezeichnet.
Gemeindesteuer
Auf dem Einkommen und Vermögen (natürliche Personen) sowie Gewinn und Kapital (juristische Personen) von der Gemeinde erhobene Steuern.
Gemischte Lebensversicherung
Die gemischte Lebensversicherung verbindet einen langfristigen Vermögensaufbau mit der Möglichkeit, nahestehende Personen abzusichern. Auf die Erträge werden unter Einhaltung gewisser Bedingungen auch in der Säule 3b weder Einkommens- noch Verrechnungssteuern erhoben. Der Nachteil gemischter Lebensversicherungen ist, dass Gebühren und Rendite nicht transparent sind. Beim Abschluss einer Lebensversicherung werden in der Regel hohe Provisionen an den Aussendienst oder den Finanzberater / Vermittler bezahlt. In vielen Fällen ist es sinnvoll, nur das Risiko (z.B. Todesfallrisiko) abzusichern und den Sparteil selber bei einer Bank zu organisieren.
Generalversammlung
Die Generalversammlung ist ein Organ der Aktiengesellschaft bei der Beschlüsse gefasst und die Interessen der Aktionäre vertreten werden. Entsprechend seinem Aktienbesitz ist jeder Aktionär zur Stimmabgabe an der Generalversammlung berechtigt.
Gesetzliche Erbfolge
Die gesetzliche Erbfolge tritt ein, wenn die verstorbene Person kein Testament und keinen Erbvertrag hinterlässt. Sie ist Grundlage für die Berechnung der Pflichtteile und dient dazu, lückenhafte Anordnungen zu ergänzen.
Gewinn pro Aktie
Der insgesamt erzielte Unternehmensgewinn wird durch die Anzahl bestehender Aktien dividiert. Somit weiss jeder Aktionär genau, wie hoch sein Gewinnanteil am Gesamtergebnis ist. Die Analysten verwenden diese Kennzahl für die Bestimmung des gerechtfertigten Aktienpreises.
Gewinnmitnahme
Verkauf von Wertpapieren um die bereits erzielte Gewinne zu realisieren. Dies macht der Anleger vor allem, wenn er in Zukunft mit tieferen Kursen rechnet, das Geld für einen anderen Zweck braucht (z.B. Einkommenssicherstellung) oder aussichtsreichere Anlagemöglichkeiten sieht.
Gläubiger
Stammt vom lateinischen Wort credere (glauben). Der Kreditgeber glaubt, dass der Schuldner seinen Pflichten nachkommt und das Darlehen zurückzahlt.
GmbH
Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Ist eine juristische Person und wird sehr häufig als Alternative zu einer Aktiengesellschaft gegründet, weil das Grundkapital an Stelle von 100'000 Franken nur 20'000 Franken beträgt.
Going Private
Gegenteil von Going Public. Ein börsenkotiertes Unternehmen soll in Zukunft nicht mehr an der Börse gehandelt werden. Die freien Aktionäre erhalten ein Abfindungsangebot. Meistens handelt es sich um Aktien, die an der Börse selten gehandelt werden und die Kosten der Börsennotiz aus Unternehmenssicht zu hoch sind.
Going Public
Börsengang eines Unternehmens. Dient der Kapitalbeschaffung oder der Umwandlung des Aktienwertes in Bargeld der bisherigen Aktionäre. Die Aktien werden zukünftig an der Börse gehandelt und der Aktienhandel steht einem breiten Publikum offen.
Grauer Markt
Unreglementierter Kapitalmarkt ausserhalb der Börsen, der relativ schlecht einzuschätzen ist.
Grenzsteuersatz
Der Grenzsteuersatz gibt an, in welcher Steuerprogression sich der Steuerzahler befindet. Ein Grensteuersatz von 35% auf die letzten 1'000 Franken bedeutet zum Beispiel, dass die Steuerrechnung um 350 Franken zunimmt, wenn der Steuerzahler sein steuerbares Einkommen um 1'000 Franken erhöhen kann. Bei der Optimierung der Steuersituation ist der Grenzsteuersatz der wichtigste Parameter.
Growth Strategie
Anlagestrategie, bei der Aktien mit einem hohen erwarteten Gewinn- und Umsatzwachstum gekauft werden. Diese Aktien werden häufig mit einem höheren Kurs-/ Gewinnverhältnis gehandelt als Aktien mit einem hohen Buchwert (siehe Value Strategie).
Grundbuchauszug
Kopie des Eintrags eines Grundstücks beim Grundbuch. Beim Grundbuchamt am Ort der Liegenschaft erhältlich.
Grundkapital
Anzahl Aktien multipliziert mit dem Nennwert der Aktien. In der Schweiz ist für die Aktiengesellschaft ein Grundkapital von 100'000 Franken vorgeschrieben. Der Aktionär ist entsprechend dem Nennwert seiner Aktien am Grundkapital und damit an der AG beteiligt.
Grundstückgewinnsteuer
Steuer, welche auf Gewinnen bei Handänderungen bei Grundstücken erhoben werden.
H
Hausse
Französischer Begriff für eine anhaltend positive Börsenphase mit steigenden Kursen (Gegenteil zu Baisse).
Hebelwirkung
Gibt an, wie stark ein derivates Finanzinstrument auf eine Änderung des Basiswertes reagiert.
Hedge Fonds
Investmentfonds, der in seiner Anlagepolitik rechtlich sehr frei ist. Unabhängig vom Marktumfeld wird im Normalfall eine ständig positive Rendite angestrebt.
High-Water-Mark
Prinzip, wonach ein Vermögensverwalter erst dann wieder an Gewinnen beteiligt wird, wenn eventuelle Verluste aus früheren Abrechnungsperioden durch erwirtschaftete Gewinne vollständig kompensiert sind. Dadurch wird verhindert, dass Gewinne an der Börse mehrfach abgerechnet werden.
Hochzinspolitik
Massnahmen einer Notenbank, um das Zinsniveau zu erhöhen oder hoch zu halten. Ziel dieser Politik ist die Inflationsbekämpfung einer Volkswirtschaft.
Holding
Dachgesellschaft, die selbst nicht produktiv tätig ist sondern Unternehmen verwaltet, an denen sie beteiligt ist.
Honorar Finanzberater
Viele Finanzberater verlangen für die Beratung ein Honorar und versprechen dafür eine neutrale Beratung im Sinne des Kunden (ohne Produktverkauf). Vielfach fliessen aber auch bei Honorarberatern Provisionen und der Berater lasst sich in diesem Falle von zwei Seiten bezahlen. Das schadet der Unabhängigkeit. Lassen Sie sich von einem Honorarberater unbedingt bestätigen, dass alle offenen und verdeckten Provisionen offengelegt und allenfalls zruück erstattet werden.
Hypothek
Die Hypothek dient zur Finanzierung von Grundstücken oder Wohneigentum. Sie dient zur Sicherung der Geldforderung. Als Entschädigung zahlt der Hypothekarnehmer dem Hypothekargeber einen Zins.
Hypothekarmodell
Grundsätzllich gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten, eine Hypothek aufzunehmen: Die Festhypothek mit vorgegebener Laufzeit und fixem Zins und die variable Hypothek mit unbegrenzter Laufzeit und variablem Zins. Viele Banken und Kreditgeber haben weitere Hypothekarmodelle entwickelt, teilweise mit Absicherungsmechanisme gegen steigend Zinsen. Jedes hat Hypothekarmodell hat seine Vor- und Nachteile. Grundsätzlich gilt: Je mehr Sicherheit (Garantie für einen fixen Zins oder maximalen Zins), desto teurer ist die Hypothek bei langfristier Betrachtung.
I
Im Geld
Bezeichung für Optionen mit einem inneren Wert. Bei einer Call-Option liegt der aktuelle Kurs des Basiswertes bereits über dem Ausübungspreis (Strike) und bei einer Put-Option entsprechend darunter.
Immobilienfonds
Fonds, dessen Vermögen in Immobilien angelegt wird. Die Ausschüttungen an die Anteilseigner werden in der Regel durch Mieteinnahmen finanziert.
Index
Ein Index ist eine Kennzahl für die Entwicklung der Wertpapiere eines bestimmten Marktsegmentes. Die wichtigsten Aktienindices der Schweiz sind der SMI und der SPI. Ein Index widerspiegelt die Entwicklung des ganzen Segmentes. In den meisten Indices sind die einzelnen Aktien nach Ihrer Marktkapitalisierung, also ihrem tatsächlichen Börsenwert gewichtet.
Indexaktie
siehe ETF's
Indexaktie
siehe ETF's
Inflation
Unter Inflation versteht man in der Volkswirtschaftslehre einen Anstieg des allgemeinen Preisniveaus. Ein fixer Geldbetrag hat bei einer Inflation daher heute mehr Wert als in der Zukunft. Die Inflation sollte bei der Planung der Pensionierung berücksichtigt werden.
Innerer Wert einer Option
Kenngrösse zur Bewertung von Optionen, welche den tatsächlichen Wert angibt. Stellt die Differenz zwischen dem aktuellen Kurs des Basiswertes und dem Ausübungspreis dar. Wenn bei einer Call-Option der Aktienkurs zum Beispiel bei 50 Franken liegt und der Ausübungspreis bei 45 Franken, so beträgt der innere Wert 5 Franken.
Insidergeschäfte
Börsengeschäfte von Personen, die kursrelevante Informationen ausnutzen, welche sie auf Grund Ihrer Stellung oder Tätigkeit frühzeitig erhalten haben.
Insolvenz
Zahlungsunfähigkeit eines Unternehmens.
Institutionelle Tranche
Viele Anbieter von Anlageprodukten vertreiben eine sogenannte Retailtranche für Privatanleger sowie eine institutionelle Tranche für Grossinvestoren wie Pensionskassen. Die institutionelle Tranche unterscheidet in der Regel lediglich durch die Gebühren von der Retailtranche. Die Kosten sind in erster Linie deshalb günstiger, weil keine Retrozessionen / Kickbacks bezahlt werden.
Internationale Zinsusanz
Bei der internationalen Zinsusanz wird der Zinssatz immer auf 360 Tage angegeben. Als Ausgangslage für die Berechnung werden jedoch die effektiven Tage verwendet. Der Zinssatz wird dann mit dem Faktor 1.01389 (365/360) multipliziert.
Inverse Zinsstruktur
Bezeichnung für die eher seltene Situation, in der die Renditen auf Verfall von Obligationen mit einer langen Restlaufzeit tiefer liegen als bei kurzen Laufzeiten.
J
Junk Bonds
Bezeichnung für Obligationen mit einer sehr schlechten Bonität. Die Verzinsung solcher Obligationen ist sehr hoch, dafür ist die Zinszahlung und die Rückzahlung des Kapitals unsicher (tiefe Bonität)
Juristische Person
Kann Träger von Rechten und Pflichten sein, ohne dass sie dabei eine natürliche Person ist. Die bekanntesten Formen sind die Aktiengesellschaft, GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) und die Stiftung.
K
Kapitalanlage
Umgangsprachlich ein Synonym für Geldanlage mit dem Ziel einer langfristigen Rendite.
Kapitalauszahlungssteuer
Bei der Auszahlung von Vorsorgekapital aus der 2. oder der Säule 3a muss eine sogenannte Kapitalauszahlungssteuer bezahlt werden. Diese berechnet sich unabhängig vom restlichen steuerbaren Einkommen und Vermögen und wird in der Regel am Wohnort des Begünstigten zum Auszahlungszeitpunkt fällig. Die Steuer ist ebenfalls progressiv. Auszahlungen im gleichen Steuerjahr (in den meisten Kantonen auch von Ehepartnern) werden zusammengezählt.
Kapitalauszahlungssteuer
Die Kapitalauszahlungssteuer fällt beim Bezug von Vorsorgekapital in der zweiten Säule (Pensionskasse) oder der Säule 3a an. Sie wird unabhängig vom steuerbaren Einkommen berechnet, variiert von Wohnort zu Wohnort und unterliegt einer Progression.
Kapitalbezug aus der Pensionskasse
Zu unterscheiden ist ein vollständiger und ein teilweiser Kapitalbezug aus der Pensionskasse. Gesetzlich ist jede Vorsorgeeinrichtung verpflichtet, zum Pensionierungszeitpunkt mindestens ein Viertel des Guthabens als einmalige Kapitalabfindung auszuzahlen. Die Frage, ob Kapital aus der zweiten Säule bei der Pensionierung als Rente oder Kapital bezogen werden soll, ist eine der wichtigsten im Zusammenhang mit der finanziellen Planung der Pensionierung.
Kapitaleinkommen brutto
Aus dem ausbezahlten Pensionskassenkapital können Sie ein Einkommen generieren. Die Höhe hängt vor allem von zwei Faktoren ab: Der erwarteten Rendite und der Verzehrdauer. Beide Parameter können Sie in der Eingabemaske anpassen.
Kapitalerhöhung
Durch die Erhöhung des Grundkapitals steht der Aktiengesellschaft mehr Geld für Investitionen zur Verfügung. Die Aktionäre sind im Normalfall gemäss ihrem bisherigen Anteil am Grundkapital zum Bezug neuer Aktien berechtigt (siehe Bezugsrecht).
Kapitalflucht
Überweisung von Kapital ins Ausland wegen politischer oder wirtschaftlicher Unsicherheit oder dem Wunsch nach Sicherheit.
Kapitalgewinn
siehe Kursgewinn
Kapitalmarkt
Markt für Beteiligungskapital und Kredite mit einer Laufzeit von länger als einem Jahr.
Kapitalsteuer
Staatssteuer, welche auf dem Eigenkapital juristischer Personen erhoben wird. Der Bund erhebt keine Kapitalsteuer.
Kassenobligation
Kassenobligationen sind Wertpapiere mit festem Zinssatz und fester Laufzeit, die laufend von Banken ausgegeben werden.
KGV
siehe Kurs-Gewinn-Verhältnis
Kickbacks
Sammelbegriff für Rückvergütungen von Banken und Produktanbietern an einen Vermögensverwalter. Diese Rückvergütungen sind mit Provisionen vergleichbar und weit verbreitet. Für den Kunden sind sie im Normalfall nicht sichtbar. Sie werden sowohl bei Börsentransaktionen als auch beim Einsatz bestimmter Produkte wie Anlagefonds oder strukturierten Produkte bezahlt. Sie können einmalig oder regelmässig wiederkehrend bezahlt werden.
Kirchensteuer
Staatlich anerkannte Kirchgemeinden dürfen von den Angehörigen ihrer Konfession sowie von juristischen Personen zur Deckung kirchlicher Ausgaben Steuern erheben.
Klumpenrisiko
Wenn einzelne Wertschriftenposition eine grosse Gewichtung innerhalb eines Depots einnehmen und die Anlagerendite entsprechend stark von diesen Wertschriften abhängig ist.
Konsolidierung
Korrektur eines vorher übermässig stark gestiegenen oder gefallenen Kurses bei Wertschriften oder Indices.
Koordinationsabzug
Betrag, welcher vom Bruttolohn, auch massgebender Lohn, abgezogen wird, um den versicherten Lohn, auch koordinierter Lohn, zu erhalten.
Kurs-Gewinn-Verhältnis
Wichtige Kennzahl zur Beurteilung eines Aktienkurses. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) errechnet sich aus dem aktuellen Börsenkurs, dividiert durch den ausgewiesenen oder für das Jahr erwarteten Gewinn pro Aktie.
Kurs-Umsatz-Verhältnis
Kurs dividiert durch den Umsatz pro Aktie. Da der Umsatz kurzfristig weniger stark beeinflusst werden kann als der Gewinn, ist diese Kennzahlen in vielen Fällen aussagekräftiger als das Kurs-Gewinn-Verhältnis.
Kursgewinn
Wenn der Preis einer Wertschrift an der Börse steigt, spricht man von einem Kurs- oder Kapitalgewinn. Im Gegensatz zu einer ausgeschütteten Rendite (Zins, Coupon, Dividende) unterliegt der Kursgewinn in der Schweiz nicht der Einkommenssteuer.
Kursindex
Börsenindex, der die Wertentwicklung der darin enthaltenen Titel widerspiegelt. Die wichtigsten Aktienindices der Schweiz sind der SMI und der SPI.
Kurspflege
Durch zusätzliche Käufe soll ein Nachfrageüberhang entstehen um den Preis eines bestimmten Wertpapieres oder einer Währung in die Höhe treiben oder zumindest zu stützen. Kurspflege wird oft nach einem IPO betrieben, um die neue Aktie in einem guten Licht erscheinen zu lassen.
Kurswert
Bezeichnet den aktuellen Preis eines Wertpapieres an der Börse.
L
Large Caps
siehe Blue Chip
Leerverkauf
Verkauf von Wertschriften, Devisen oder Waren, die der Verkäufer noch gar nicht besitzt. Er rechnet mit fallenden Kursen. In diesem Fall verkauft er die Wertpapiere teuer und kauft sie später günstiger zurück. Leerverkäufe werden häufig von Hegde Funds getätigt.
Leibrente
Mit einer Leibrentenversicherung sichert sich der Rentner mit privaten Geldern eine lebenslange Rente. Er kauft sich die Rente mit privatem Vermögen bei einer Versicherungsgesellschaft. Im Vordergrund steht bei einer Leibrente nicht die Rendite oder die Höhe der Rente, sondern die reine Absicherung des Langleberisikos.
Leistungsprimat
Bei Pensionskasse, die nach dem Leistungsprimat aufgebaut sind, richten sich die Leistungen nach einem vorgegebenen Leistungszielt. Das Leistungsziel ist in der Regel der versicherte Lohn. Auf Grund der Höhe des Leistungszieles werden die Beiträge berechnet.
Leitbörse
Aktienmärkte, an deren Verlauf sich andere Börsen orientieren. Die wichtigste Leitbörse ist die New Yorker Börse NYSE.
Leitwährung
Währung, in der internationale Geschäfte getätigt werden und damit weltweite Bedeutung geniesst. Die bedeutendste Währung stellt der US-Dollar dar. Der Euro hat sich in den letzten Jahren ebenfalls zu einer wichtigen Leitwährung entwickelt.
Leitzins
Der von der Notenbank festgelegte Satz, um die Geldpolitik zu steuern. In der Schweiz gibt die Nationalbank für den gewünschten Zins eine bestimmte Bandbreite vor.
LIBOR
London Interbank Offered Rate. Kurzfristiger Zinssatz, zu dem Banken am Londoner Geldmarkt Gelder aufnehmen beziehungsweise anbieten können.
Libor-Hypothek
Bei der Libor-Hypothek wird der Zinssatz alle drei oder sechs Monate auf Basis des Libor-Satzes (London Interbank Offered Rate) angepasst. Der Hypothekarzins setzt sich aus dem Libor-Satz und der Marge für den Kreditgeber zusammen. Andere Bezeichnungen für Libor-Hypothek sind Geldmarkhypothek, Mix-Hypothek oder Flex-Hypothek.
Liquidation
Auflösung eines Unternehmens. Bei der Liquidation eines Unternehmens werden zunächst alle Gläubiger befriedigt und danach wird das verbleibende Kapital unter die Aktionäre verteilt.
Liquidationswert
Verkaufswert sämtlicher Unternehmensteile bei der Liquidation einer Firma.
Liquider Markt
Markt mit häufigen und auch grossen Transaktionen. Der Kauf und Verkauf zum aktuellen Kurs ist zu jedem Zeitpunkt gewährleistet.
Liquidität
Gelder, die einem Unternehmen oder einer Privatperson sehr rasch zur Verfügung stehen. Bei Wertschriften gibt die Liquidität an, wie schnell die Anlage in Geld umgemünzt werden kann.
Lombardkredit
Bankkredit gegen Verpfändung von Wertschriften. Banken akzeptieren für Aktien eine Belehnungsgrenze von rund 50% und für Obligationen von erstklassigen Schuldnern eine solche von rund 80%. Fällt der Wert des Depots unter eine gewisse Grenze, so muss der Anleger nachzahlen oder weitere Sicherheiten leisten. Die Aufnahme eines Lombardkredites lohnt sich nur, wenn die Rendite des Depots die Kosten für den Kredit übertrifft.
Long/Short-Strategie
Eine der wichtigsten Strategien von Hedge Fonds. Durch Käufe von eher tief bewerteten Aktien und Leerverkäufe von eher hoch bewerteten Aktien wird versucht, eine von der Gesamtentwicklung des Aktienmarktes unabhängige Rendite zu erwirtschaften.
M
Makler
siehe Börsenmakler
Management Fee
Jährliche Verwaltungsgebühr von Wertschriftenfonds und ähnlichen Produkten wie Zertifikate, ETF's und strukturierte Produkte. Sie werden in Prozent des investierten Kapitals berechnet. Es gibt erhebliche Preisunterschiede zwischen verschiedenen Anbietern und Produktarten.
Margin
Zahlungsleistung, die zum Erstellen einer Future Position erforderlich ist.
Margin Call
Nachzahlungsaufforderung beim Unterschreiten des Futures einer bestimmten Grenze. Kommt der Kunde dieser Aufforderung nicht nach, wird die Position glatt gestellt.
Market Maker
Makler oder Banken, die sich verpflichtet haben, für bestimmte Produkte verbindliche Kaufs- und Verkaufskurse zu stellen. Damit soll ein einigermassen liquider Markt sichergestellt werden.
Midcaps
Aktiengesellschaften mit mittelgrosser Börsenkapitalisierung.
Mitarbeiteraktien
Aktien, die Mitarbeiter zu Sonderkonditionen erhalten und dafür im Normalfall über einen gewissen Zeitraum gesperrt sind.
MSCI World Index
Morgan Stanley Capital International Index. Ist für international diversifizierte Aktienanlagen der meistbeachtete Index und wird deshalb sehr häufig als Benchmark verwendet. Die Schweizer Aktien werden in diesem Index mit rund 3% gewichtet.
Mündelsichere Anlagen
Wertpapiere, die ein sehr geringes Risiko aufweisen. Dazu gehören vor allem Obligationen des Bundes und der meisten Kantone.
N
Nachlass
Nachlass ist die Gesamtheit aller Aktiven und Passiven (Vermögen und Schulden) eines Verstorbenen.
Namenaktie
Auf den Namen des Aktionärs lautende Aktie. Der Inhaber der Namensaktie wird in das Aktienbuch der AG eingetragen.
NASDAQ
National Association of Securities Dealers' Automated Quotation. Amerikanische Computerbörse, an der überwiegend Technologietitel gehandelt werden. Gehört inzwischen zu den wichtigsten Börsen der Welt.
NAV
siehe Net Asset Value
Nebenwerte
Aktien von Gesellschaften mit kleiner Börsenkapitalisierung und niedrigen Handelsumsätzen an der Börse.
Nennwert
Auch Nominal- oder Nennbetrag genannt. Der Aktionär ist entsprechend dem Nennwert seiner Aktien am Grundkapital und damit an der AG beteiligt. Bei einer Obligation gibt der Nennwert den Betrag an, den der Emittent dem Gläubiger schuldet.
Net Asset Value
Gesamtwert des Vermögens eines Anlagefonds (Nettoinventarwert oder tatsächlicher innerer Wert).
Nettorendite
Die tatsächliche Rendite einer Anlage oder eines Portfolios nach allen Kosten.
Never catch a falling knife
Greife nie in ein fallendes Messer. Alte Börsenweisheit, derzufolge man nie eine fallende Aktie kaufen sollte, selbst wenn der Kurs verlockend niedrig erscheinen mag. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Kurs noch weiter falle sei zu gross.
Nominalzins
Verzinsung, die man bezogen auf den Nennwert einer Obligation prozentual erhält.
Normale Zinsstruktur
Bezeichnung für die Situation am Kapitalmarkt, in der die Renditen auf Verfall von langfristigen Obligationen höher liegen als jene von kurzfristigen Anleihen. (Gegenteil: Inverse Zinsstruktur)
Notenbank
Die mit der Ausgabe von Banknoten betraute Bank. In der Schweiz ist es die Nationalbank.
Nutzniessung
Befugnis, eine fremde Sache oder ein fremdes Recht zu nutzen. Der Nutzniessungsnehmer hat alle Erträge aus dem Nutzniessungsobjekt als Einkommen und den Verkehrswert als Vermögen zu versteuern.
NYSE
New York Stock Exchange. Die Börse an der Wall Street, die als Leitbörse für die Entwicklung der anderen globalen Börsen gilt.
O
Obligation
Wertpapier mit einem festen oder variablen Zinssatz. Der Schuldner (meistens ein Unternehmen, der Bund oder Kantone) verpflichtet sich dem Gläubiger jährlich einen Zins zu bezahlen. Am Ende der definierten Laufzeit ist der Gesamtbetrag fällig. Sehr verbreitet ist auch der englische Begriff "Bond".
Obligatorischer Teil in der Pensionskasse
Der überobligatorische Teil wird oft auch „Freizügigkeitsguthaben gemässe BVG“ genannt. Gemeint ist damit das Guthaben in der Pensionskasse (zweite Säule), welches nach dem gesetzlichen Minimum mindestens vorhanden sein muss. Viele Arbeitnehmer sind in der zweiten Säule jedoch besser versichert, als vom Gesetz mindestens vorgesehen. Sparguthaben, das den obligatorischen Teil übersteigt, fliesst in den überobligatorischen Teil.
Offshore-Märkte
Internationale Finanzplätze mit Standortvorteilen wie Kapitalverkehr ohne Meldepflicht oder steuerliche Vergünstigungen.
Option
Das Recht, ein nach Preis und Menge bestimmtes Angebot innerhalb einer bestimmten Frist oder am Ende der Laufzeit anzunehmen oder abzulehnen. Eine Option bezieht sich hauptsächlich auf Aktien, Devisen, Waren oder Derivate (siehe auch Call- und Put-Optionen).
Ordentliche Pensionierung
Männer werden mit Alter 65 und Frauen neu mit Alter 64 ordentlich pensioniert und erhalten ab diesem Zeitpunkt die ordentliche AHV-Altersrente.
Order
Auftrag zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.
Outperformance (Mehrrendite)
Eine Outperformance bedeutet, eine bessere Rendite zu erreichen als der Vergleichsindex.
Over the counter Market
Markt für ausserbörslich gehandelte Wertschriften. Sie werden dem Käufer direkt von Banken oder Finanzdienstleistern angeboten.
P
P/E-Ratio
Englische Bezeichnung für Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV). Das KGV errechnet sich aus dem aktuellen Börsenkurs, dividiert durch den ausgewiesenen oder erwarteten Gewinn pro Aktie.
Pari
Bezeichnung für einen Ausgabekurs, bei dem der Nennwert und der Kurswert identisch sind. Eine Obligation, die zu Pari angeboten wird, weist demnach einen Kurswert von 100% auf.
Passive Produkte
In der Finanzbranche versteht man unter passiven Produkten Anlagemöglichkeiten, die nicht versuchen einen entsprechenden Benchmark-Index zu übertreffen, sondern ihn genau abbilden. Von Vorteil sind die sehr geringen Gebühren, weil kein aktives Research betrieben werden muss. Bei der Selektion von passiven Produkten ist die Analyse der Gebühren ein Hauptkriterium. Passive Produkt sind beispielsweise ETF’s, Indexfonds oder teilweise auch Zertifikate.
PEG
Price-Earnings-to-Earnings-Growth-Ratio. Kennzahl der fundamentalen Aktienanalyse. Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis wird durch das für die Zukunft erwartete Gewinnwachstum dividiert. Je tiefer das PEG, desto günstiger ist die Aktie bewertet. Grundsätzlich signalisiert eine Bewertung unter 1, dass die Aktie niedrig bewertet ist.
Penny Stocks
Bezeichnung aus den USA für Aktien mit einem sehr geringen Kurswert. Meistens sind es Aktien mit einer sehr hohen Volatilität und einem höchst spekulativen Charakter.
Pensionierung
Ausstieg aus dem Erwerbsleben. Das ordentliche Pensionierungsalter beträgt bei Frauen 64 Jahre, bei Männern 65 Jahre. Bei der Pensionierung ändert sich die Einkommens- und Vermögenssituation: Das Berufseinkommen (Lohn) wird durch die AHV- und Pensionskassenrente (oder Kapitalauszahlung) ersetzt und andere Vorsorgegelder (z.B. Säule 3a) müssen in das übrige Vermögen integriert werden.
Pensionierungsplanung
Bei einer Pensionierungsplanung geht es darum, die Finanzierbarkeit der Pensionierung zu überprüfen, Optimierungsmöglichkeiten aufzuzeigen und die Einkommens-, Vermögens- und Steuersituation langfristig zu prognostizieren.
Pensionskasse
Eine öffentlich-rechtliche oder privatrechtliche juristische Person, die der Altersvorsorge und Risikoabsicherung dient. Sie finanziert sich durch Beiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, sowie durch Anlageerträge. Zum Pensionierungszeitpunkt kann sich der Arbeitnehmer normalerweise entscheiden, ob er eine lebenslängliche Rente oder eine einmalige Kapitalauszahlung erhalten möchte.
Pensionskassenausweis
Registrierte Vorsorgeeinrichtungen haben eine Informationspflicht gegenüber ihren Versicherten. Dazu erhalten diese üblicherweise jährlich einen Pensionskassenausweis der Pensionskasse zugestellt. Der Pensionskassenausweis wird oft auch Versicherungsausweis, Leistungsausweis, Vorsorgeausweis, Leistungsblatt oder persönlicher Ausweis genannt.
Pensionskasseneinkauf
Viele Arbeitnehmer haben die Möglichkeit, sich bei ihrer Pensionskasse mit einmaligen Einzahlungen einzukaufen. Die mögiche Einkaufssumme ist auf dem Pensionskassenausweis ersichtlich oder kann direkt bei der Pensionskasse angefragt werden. Ziele eines Einkaufs sind in erster Linie die Erhöhung der Altersleistungen und Steueroptimierung.
Pensionskassenreglement
Im Pensionskassenreglement sind die Bedingungen geregelt, die für Arbeitnehmer und die Pensionskasse gleichermassen gelten. Beitragspflicht, Umwandlungssätze für die Rente, Absicherung bei Risikofällen und vieles mehr wird im Pensionskassenreglement festgehalten.
Performance
Gebräuchliche englische Bezeichnung für Rendite. Stellt die prozentuale Wertveränderung einer Anlage über einen bestimmten Zeitraum dar. Die Performance kann in absoluten Zahlen oder im Vergleich zu einem Vergleichsindex ermittelt werden.
Performance-Analyse
Vergleichende Bewertung der Rendite von verschiedenen Anlageinstrumenten oder Strategien.
Persönliche Steuersituation
Unter persönlicher Steuersituation versteht man in erster Linie, wie hoch die Steuerlast einer Person ist. Anhand des Grenzsteuersatzes auf dem Einkommen und Vermögen kann bestimmt werden, welche finanziellen Auswirkungen Steueroptimierungsmassnahmen haben und welche Möglichkeiten überhaupt in Frage kommen.
Pflichtteil
Der Pflichtteil schränkt die Möglichkeit ein, beim Versterben sein Vermögen nach Belieben zu verteilen. Das Gesetz schreibt vor, dass bestimmte nahestehende Personen beim Vererben nicht übergangen werden dürfen, indem es sogenannte Pflichtteile festlegt.
Plafond bei Hypotheken
Siehe Cap
Portfolio
Gesamtbestand von Wertschriften innerhalb eines Depots.
Price-Earnings-Ratio
siehe P/E-Ratio
Primärmarkt
Markt, auf dem neu emittierte Wertschriften erstmals abgesetzt werden. Werden die Wertschriften danach gehandelt, so spricht man von einem Sekundärmarkt (Börse).
Produktvermittler
Bringt den Anbieter von Finanzprodukten und Kunden zusammen und finanziert sich im Normalfall über Vermittlerprovisionen. Diese werden indirekt dem Kunden über die Produktkosten belastet.
Progressives Steuersystem
Für höhere Einkommen zahlt man nicht nur nominal höhere Steuern, sondern auch prozentual. Wer mehr verdient, soll überproportional mehr Steuern zahlen als jemand der weniger verdient.
Provision
Eine Provision (in der Finanzbranche auch als Retrozession oder Kickback bezeichnet) ist ein Entgelt, welches Finanzberater oder Vermögensverwalter erhalten. Bezahlt werden die Retrozessionen an verschiedenste Beratungsunternehmen oder Berater in der Finanzbranche. Finanziert werden die Retrozessionen üblicherweise vom Kunden, nämlich durch höhere Gebühren. Provisionen können beim Berater Anreize schaffen, die nicht im Interesse der Kunden sind. Kickbacks sind in der gesamten Finanzbranche verbreitet, insbesonder im Fondsgeschäft, bei strukturierten oder anderen Finanzprodukten und bei externen Vermögensverwaltern.
Prozyklisches Anlegen
Anlagestrategie folgt dem aktuellen Markttrend. Gekauft wird in einem steigenden Markt und verkauft, wenn der Trend nach unten zeigt. Ziel ist, ausgeprägte Trends zu seinen Gunsten zu nutzen, sich möglichst früh an einem Aufwärtrend zu beteiligen und bei kehrenden Märkten zu verkaufen (Gegensatz: Antizyklisches Anlegen)
Put-Option
Der Käufer einer Put-Option geht von einem fallenden Kurs des zu Grunde liegenden Wertes aus. Er kauft sich das Recht, den Basiswert zu einem im Voraus bestimmten Preis zu verkaufen (Gegenteil: Call-Option).
Q
Quartal
Zeitraum von drei Monaten. Die meisten börsenkotierten Unternehmen publizieren die Ertragszahlen quartalsweise.
Quartalsdividende
Im Gegensatz zur Schweiz schütten die meisten amerikanischen Unternehmen alle drei Monate Dividenden an die Aktionäre aus.
Quellensteuer
Steuer, die auf Einnahmen aus dem angelegten Kapital fällig und direkt in Abzug gebracht wird (an der Quelle).
R
Rally/ Rallye
Weit verbreitete Bezeichnung für eine stark ansteigende Börsenphase.
Rating
Beurteilung der Bonität eines Unternehmens, d.h. die Fähigkeit die eingegangenen Schulden Fristgerecht zu tilgen. Eine hohe Bonität bedeutet niedriges Risiko. Die beste Bonität wird mit AAA oder aaa ausgewiesen.
Realisierung
Verkauf einer Wertschriftenposition um einen Buchgewinn sicherzustellen oder einen Verlust zu begrenzen.
Realtime-Kurse
Kurse, die ohne Zeitverzögerung übermittelt werden.
Realzins
Zins nach Abzug der aktuellen Inflationsrate. Damit kann der Investor berechnen, wie hoch der Zins kaufkraftbereinigt ausfällt.
REIT
Real Estate Investment Trust. In den USA weit verbreitete Form von börsenkotierten Immobilienkapitalgesellschaften. REITs geniessen einen steuerlichen Sonderstatus, sofern sie eine Mindestausschüttung an die Investoren garantieren. Diese Ausschüttung darf 90% der ausgewiesenen Gewinne nicht unterschreiten. Gerade bei sicherheitsbewussten Anleger sind REITs aufgrund der hohen Dividendenzahlungen sehr beliebt.
Relative Stärke
Misst das Kursverhalten eines Titels im Vergleich zu einem Index. Die relative Stärke wird prozentual ausgewiesen. Eine relative Stärke von +10% bedeutet, dass sich die Aktie um 10% besser entwickelt hat als der Vergleichsindex. Die relative Stärke kann demnach einen negativen Wert aufweisen.
Rendite
Prozentuale Wertveränderung einer Anlage über einen bestimmten Zeitraum.
Rendite auf Verfall
Rendite, die der Eigentümer einer Obligation erhält, wenn er diese bis zur Rückzahlung behält.
Rendite-/ Risikoverhältnis
Für das eingegangene Schwankungsrisiko möchte der Anleger eine möglichst hohe Rendite erhalten bzw. für eine vorgegebene erwartete Rendite ein möglichst tiefes Risiko tragen. Wenn das Verhältnis stimmt, spricht man von einem optimalen Rendite-/ Risikoverhältnis.
Renditechancen
Je nach Aufteilung eines Wertschriftenportfolios kann eine Rendite prognostiziert werden. Die Rendite bezieht sich auf Vergangenheitswerte und das Erreichen der Rendite in der Zukunft ist ungewiss. Die Erfahrung zeigt aber, dass die Rendite von einzelnen Anlageklassen langfristig viel weniger stark schwankt als kurzfristig. So kann beispielsweise mit hoher Wahrscheinlichkeit prognostiziert werden, dass Aktien bei einem sehr langen Betrachtungszeitraum eine deutlich höhere Rendite abwerfen als Obligationen.
Rentenbezug aus der Pensionskasse
Bei der Pensionierung können angehende Rentner zwischen einem Kapitalbezug und einem Rentenbezug aus der Pensionskasse wählen. Nicht bei allen Kassen kann das gesamte Sparguthaben als Kapital bezogen werden. Der Rentenumwandlungssatz gibt vor, wie hoch die Rente im Verhältnis zum Sparkapital ausfällt. Die prognostizierte Höhe der PK-Rente erfahren Sie auf dem Pensionskassenausweis oder direkt bei Ihrer Pensionskasse.
Research
Analyse von verschiedenen Anlagemöglichkeiten, um die zukünftigen Renditechancen und das Risiko abschätzen zu können. Professionelle Investoren oder Vermögensverwalter geben normalerweise viel Geld für Researchtätigkeiten aus. Bei der Bewirtschaftung von Wertschriftendepots ist ein ausgeprägtes und gut organisiertes Research unerlässlich.
Restlaufzeit
Zeitraum bis zur Rückzahlung einer Obligation oder bis zum Verfall eines Optionsrechtes. Bei einer Obligation kann der Anleger aufgrund des Kurses herleiten, wie hoch seine Rendite auf Verfall ist.
Retrozessionen
Sammelbegriff für Rückvergütungen von Banken und Produktanbietern an einen Vermögensverwalter. Diese Rückvergütungen sind mit Provisionen vergleichbar und weit verbreitet. Für den Kunden sind sie im Normalfall nicht sichtbar. Sie werden sowohl bei Börsentransaktionen als auch beim Einsatz bestimmter Produkte wie Anlagefonds oder strukturierten Produkte bezahlt. Sie können einmalig oder regelmässig wiederkehrend bezahlt werden.
Rezession
Negatives Wirtschaftswachstum innerhalb einer Volkswirtschaft.
Risiko
Im Zusammenhang mit Wertschriften ist mit Risiko das Kursschwankungspotenzial gemeint. Je höher das Risiko, desto höher die Kursschwankungen.
Risiko, systematisches
Derjenige Teil des Gesamtrisikos von Wertschriften, der auch durch breite Diversifikation nicht weiter reduziert werden kann.
Risiko, unsystematisches
Teil des Wertschriftenrisikos, der von unternehmensspezifischen Faktoren abhängt und durch breite Diversifikation reduziert werden kann.
Risikobereitschaft
Versucht zu erklären, mit welchen Kursschwankungen der Anleger umgehen kann.
Risikofähigkeit
Die Möglichkeit, sich einen Verlust im Anlagebereich finanziell auch wirklich leisten zu können. Im Gegensatz zur Risikobereitschaft ist die Risikofähigkeit ein objektives Kriterium.
Risikoleistungen aus der Pensionskasse
Die Pensionskasse dient nicht nur der Altersvorsorge (Sparteil), sondern auch der Risikoabsicherung während der Erwerbstätigkeit. Finanziell abgesichert werden in erster Linie die Risiken Tod und Invalidität.
Risikoloser Zinssatz (Risk Free Rate)
Rendite, die mit einer praktisch absolut sicheren Anlage erzielt werden kann. Staatsobligationen von erstklassigen Schuldnern (z.B. Schweizer Eidgenossenschaft) gelten als nahezu risikolos, weil praktisch keine Gefahr eines Ausfalls / Konkurses besteht.
Rückkaufswert bei Lebensversicherungen
Der Rückkaufswert gibt an, wie viel die Versicherung dem Versicherungsnehmer auszahlen würde, wenn dieser den Vertrag frühzeitig auflösen würde. Der Rückkaufswert ist deutlich tiefer als die kummulierten Einzahlungen plus Zinsen, weil ein Teil der Prämie für den Versicherungsschutz gedacht ist. Ebenfalls nicht zu unterschätzen sind die Administrations- und Verwaltungskosten der Versicherung sowie die Abschlussprovision, welche ebenfalls vollständig über die Prämien finanziert werden. Auf Grund der Abschlusskosten kann es sein, dass der Rückkaufswert in den ersten Jahren bei Null bleibt. Der Rückkaufswert einer Versicherung im Rahmen der Säule 3b unterliegt der Vermögenssteuer.
Rücknahmepreis
Preis, zu dem Fondsgesellschaften Anteile von den Anlegern zurückkaufen. Der Rücknahmepreis entspricht dem inneren Wert des Anteils und wird im Normalfall täglich bewertet.
Rückvergütungen
In der Finanzwelt versteht man unter Rückvergütungen alle Zahlungen, die ein Vermögensverwalter, Finanzberater oder Vertriebspartner von Produktanbietern und Banken erhält (Retrozessionen, Kick-Backs, Provisionen, Vertriebsprämien und andere Leistungen). Oftmals weiss der Kunde nicht, wie hoch die Zahlungsströme sind oder dass überhaupt Geld im Hintergrund fliesst.
S
S&P 500
Abkürzung für Standard and Poor's 500. Beinhaltet die 500 grössten amerikanischen Unternehmen und ist neben dem Dow Jones Industrial Average und dem Eurostoxx 50 einer der meistbeachtetsten Aktienindices.
Schwellenländer
Bezeichnung für aufstrebende Volkswirtschaften Osteuropas, Asiens, Lateinamerikas und Afrikas, die ein starkes Wirtschaftswachstum ausweisen und sich "auf der Schwelle" zu Industriestaaten befinden.
Schwere Aktien
Aktien, die auf Grund ihres Kurses optisch teuer (hoher Preis pro Aktie) sind und so weniger attraktiv erscheinen.
Sekundärmarkt
Handel von Wertschriften an der Börse oder ausserbörslich nach deren Emission.
Selektionsprozess bei Anlageinstrumenten
Ein streng vorgegebener Selektionsprozess bei der Auswahl von Anlageinstrumenten ist vorteilhaft, weil dadurch subjektive Kriterien nicht zu stark ins Gewicht fallen. Die Kriterien der Selektion können beispielsweise sein: Detaillierte Rendite- und Risikovergleiche, Kostenstruktur, Fondsgesellschaft, Fondsmanager und Team, Vertriebsprovisionen, steuerliche Auswirkungen oder ähnliche Parameter.
Sell in May and go away
Börsenweisheit, die besagt, dass man im Mai die Aktien verkaufen und im Herbst wieder zurückkaufen soll. Sie stützt sich darauf, dass die Sommermonate in der Vergangenheit eher schwächere Renditen aufwiesen als die übrigen Monate.
Sell on good news
Börsenweisheit, die einen Aktienverkauf von Unternehmen empfiehlt, sobald diese der Öffentlichkeit gute Zahlen oder Neuigkeiten präsentieren. Sie geht davon aus, dass die Anleger kurzfristig zu euphorisch reagieren. (Gegenteil: Buy on bad news)
Shareholder value
Unternehmenspolitik, die vor allem auf die Interessen der Aktionäre ausgerichtet ist und eine hohe Rendite anstrebt.
Shares/ Stocks
Englischer Begriff für Aktien
Small Caps
Aktien von Unternehmen mit geringer Börsenkapitalisierung.
SMI
Abkürzung für den englischen Begriff Swiss Market Index. Der SMI ist der bekannteste Aktienindex der Schweiz und besteht ab September 2007 noch aus 20 Aktien.
Sparbeiträge an die Pensionskasse
Die Beiträge von Arbeitgeber und Arbeitnehmer an die Pensionskasse werden in Spar- und Risikobeiträge aufgeteilt. Die Sparbeiträge werden dazu verwendet, um langfristig Kapital zu bilden. Dieses Kapital dient der Altersvorsorge und wird nach der Pensionierung zur Finanzierung der Rente verwendet (Rentenbezug) oder als Kapital ausbezahlt.
Sparkapital in der Pensionskasse
Der Grossteil der Beiträge an die Pensionskasse wird nicht zur Absicherung der Risiken Tod und Invalidität benötigt, sondern langfristig angelegt. Das so entstehende Sparkapital kann zum Pensionierungszeitpunkt, beziehungsweise ab einem gewissen Alter, als (Teil-) Kapital oder Rente bezogen werden.
Sparquote, Sparrate
Die Sparquote gibt an, wie Geld jemand regelmässig spart. Meist ist mit Sparquote der jährliche Sparbetrag gemeint. Eine Sparquote kann auch negativ sein, vielfach spricht man dann vom Vermögensverzehr.
Sparteil bei LebensversicherungenEin Teil der Prämie regelmässigen Prämie oder der Einmaleinlage wird zur Finanzierung der Risikoleistungen gebraucht, der restliche Teil fliesst bei gemischten Versicherungen in den sogenannten Sparteil. Der Sparteil dient
Ein Teil der Prämie regelmässigen Prämie oder der Einmaleinlage wird zur Finanzierung der Risikoleistungen gebraucht, der restliche Teil fliesst bei gemischten Versicherungen in den sogenannten Sparteil. Der Sparteil dient der Vermögensbildung und hat Vorsorgecharakter. Der technische Zinssatz widerspiegelt nicht die effektiv erzielte Rendite nach Kosten.
SPI
Abkürzung für den englischen Begriff Swiss Perfomance Index. Der SPI beinhaltet viel mehr Aktien als der SMI und ist deshalb repräsentativer. Trotzdem ist der SMI der bekanntere Index.
Spread
Differenz zwischen dem Geld- und Briefkurs eines Wertpapiers oder von Devisen zum gleichen Zeitpunkt. Je besser ein Markt funktioniert, desto tiefer sind die Spreads. Der Spread ist die wichtigste Einnahmequelle der Banken bei Devisengeschäften.
Staatsobligation
siehe Bundesobligation
Staatssteuer
Steuer auf dem Einkommen und Vermögen natürlicher Personen sowie auf dem Gewinn und Kapital juristischer Personen. Die Staatssteuer fliesst in die Kasse des Kantons.
Staffeltarif
Oft verwendetes Gebührenmodell in der Vermögensverwaltung. Das Honorar richtet sich nach der Höhe des verwalteten Vermögens. Die Staffelung ist üblicherweise so aufgebaut, dass der Tarif bis zur ersten Staffelungsgrenze für alle gleich hoch ist. Für übersteigende Vermögenswerte kommt der Tarif bis zur nächsten Staffelungsgrenze zur Anwendung usw.. Der Tarif nimmt bei höheren Vermögenswerten ab.
Staffelung
In Bezug auf die Steuern versteht man unter Staffelung die Verteilung von steuerlich relevanten Massnahmen auf mehrere Steuerperioden. Auf Grund des progressiven Steuersystems in der Schweiz hilft die Staffelung vielfach, Steuern einzusparen.
Stagflation
Phase mit wirtschaftlichem Stillstand (Stagnation) und gleichzeitigem Kaufkraftverlust des Geldes (Inflation).
Standardwerte
Bezeichnung für Aktien grosser Unternehmen, auch Blue Chips genannt.
Steuerfuss
Der Steuerfuss wird in Prozent ausgewiesen. Er gibt an, wie hoch die Steuer im Verhältnis zur einfachen Staatssteuer für ein bestimmtes Gemeinwesen ausfällt. Die Steuerfüsse werden von den zur Steuererhebung berechtigten Gemeinwesen bestimmt.
Steueroptimierung
Erst durch eine langfristige Steuerplanung und die Koordination verschiedener Steueroptimierungsmassnahmen kann die Steuerbelastung nachhaltig reduziert werden.Im Vordergrund jeder Steueroptimierung steht das Brechen der Steuerprogression. Um Steuern zu optimieren, werden vielfach dieselben Muster angewendet: Vorsorgeprivilegien werden ausgenutzt, durch Staffelung werden einmalige Effekte auf verschiedene Steuerjahre verteilt, steuerfreie werden steuerbaren Einkünften vorgezogen, Sonderregelung kantonaler Steuerordnungen werden ausgenutzt oder günstigere Tarife anderer Steuerkantone oder vorteilhaftere Steuerarten werden zur Anwendung gebracht.
Steuerperiode
Zeitraum, für den eine Steuer geschuldet ist. Vielfach deckt sich eine Steuerperiode mit dem Kalenderjahr, weshalb vielfach auch von einem Steuerjahr gesprochen wird.
Steuerprogression
Die Steuerlast nimmt bei steigendem Einkommen / Vermögen nicht linear, sondern progressiv zu. Das heisst bei steigendem Einkommen / Vermögen zahlt der Steuerzahler nicht nur in Franken mehr Steuern sondern auch in Prozent. Beispiel: Einkommen 100‘000 Franken => Steuerlast 30‘000 Franken (Durchschnitt 30%); Einkommen 110‘000 Franken => Steuerlast 35‘000 Franken (Durchschnitt 31.8%). Für das zusätzliche Einkommen von 10‘000 Franken zahlt der Steuerzahler in diesem Beispiel 5‘000 Franken mehr Steuern. Er befindet sich also in einer Progression von 50%, was gleichbedeutend mit einem Grenzsteuersatz von 50% ist. Der Grenzsteuersatz gibt also an, welche Auswirkungen eine Erhöhung oder Reduktion des Steuerbaren Einkommens auf die Steuerlast des Steuerzahlers hat.
Steuersatz
Prozentsatz, zu dem das steuerbare Einkommen und Vermögen der Besteuerung unterliegt. Die einfache Staatssteuer ergibt sich, wenn man das steuerbare Einkommen oder Vermögen mit dem Steuersatz multipliziert.
Steuertarif
Der Steuertarif gibt vor, mit welchem Steuersatz das steuerbare Einkommen oder Vermögen multipliziert werden muss. Es gibt zwei Steuertarife: Einen für Verheiratete und Einelternfamilien, sowie einen für alle übrigen Steuerpflichtigen.
Stille Reserven
Die nicht öffentlich sichtbaren finanziellen Reserven eines Unternehmens. Sie entstehen durch eine bilanzielle Unterbewertung von Vermögenswerten eines Unternehmens oder durch Überbewertung von Verbindlichkeiten.
Stimmrecht
Ein wichtiges Recht des Aktionärs. Aufgrund des Aktienanteils am Grundkapital kann der Aktionär an der Generalversammlung seine Stimme abgeben. Es besteht auch die Möglichkeit, sich an der Generalversammlung vertreten zu lassen.
Stock Picking
Gezielte Auswahl von einzelnen Titeln nach bestimmten Kriterien. Ziel der selektiven Aktienauswahl ist eine Überperformance gegenüber dem Vergleichsindex.
Stop-Loss Auftrag
Auftrag vom Investor seine Aktie beim Unterschreiten eines bestimmten Kurses sofort und bestens zu verkaufen. Damit möchte er einen allfälligen Verlust begrenzen, ohne das Börsengeschehen ständig verfolgen zu müssen.
Streubesitz
Anteil der Aktien, die an der Börse frei gehandelt werden und nicht in festen Händen sind.
Strukturierte Finanzprodukte
Strukturierte Finanzprodukte sind Finanzlösungen, bei denen herkömmliche Finanzanlagen mit Derivaten kombiniert werden. Sie werden zu einem eigenständigen Produkt verknüpft und zu einem Wertpapier verbrieft. Strukturierte Produkte haben den Vorteil, dass sie sehr individuell gestaltet werden können. Der Nachteil liegt in der geringen Transparenz, auch in bezug auf die Kosten. Die Rendite, beziehungsweise der Rückzahlungswert, eines strukturierten Produktes hängt üblicherweise von der Wertentwicklung eines oder mehrerer Basiswerte ab.
Swap
Englischer Begriff für Tausch. Banken tauschen je nach Bedarf untereinander Zins- und Währungsgeschäfte(Zins- und Devisenswaps).
Säule 3a
Bildet die dritte Säule des Schweizer Vorsorgesystems (private Vorsorge). Sie soll den Arbeitnehmern eine Sparmöglichkeit mit steuerlichen Vorteilen bieten. Der einbezahlte Betrag kann vom steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden.
T
Tagesgültig
Auftrag, der nur für diesen bestimmten Tag gültig ist. Falls das Geschäft nicht zu den vereinbarten Konditionen ausgeführt werden kann, erlischt der Auftrag.
Technische Analyse
Sie stützt sich auf die Vergangenheit und stellt diese anhand von Charts grafisch dar. Aufgrund verschiedener Verläufe soll aus der Vergangenheit die zukünftige Entwicklung abgeleitet werden.
Technische Reaktion
Kurzfristige Gegenreaktion der Märkte gegen einen Trend. In einem steigendem Markt können die Märkte einmal korrigieren, ohne dass eine Trendwende eingeleitet wird. Investoren werten solche Reaktionen sogar als positiv. Dieselbe Reaktion gibt es bei fallenden Börsenkursen.
Technischer Zinssatz bei Lebensversicherungen
Der technische Zinssatz ist der von einer Lebensversicherung garantierte Zins (vor Administrationskosten), mit dem der Sparteil bei Versicherungen verzinst wird.
Teilkapitalbezug aus der Pensionskasse
Von einem Teilkapitalbezug spricht man, wenn jemand einen Teil des Vorsorgeguthabens in der Pensionskasse als Rente und den Rest als Kapital bezieht. Maximalanteile, welche als Kapital bezogen werden dürfen, können die Pensionskassen im Reglement festlegen. Viele Kassen bieten die Möglichkeit, das gesamte Kapital zu beziehen. Gesetzlich ist jede Vorsorgeeinrichtung verpflichtet, mindestens ein Viertel als Kapital auszubezahlen.
Teilpensionierung
Eine Teilpensionierung bedeutet eine teilweise Frühpensionierung. Der Arbeitnehmer reduziert einige Zeit vor der definitiven Pensionierung sein Arbeitspensum. Meist kann ein Teil der Vorsorgeleistungen, ähnlich wie bei einer Frühpensionierung, bereits bezogen werden.
Termingeschäft
Zweiseitiges Geschäft betreffend einer bestimmten Ware, bei welchem der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses und die Erfüllung auseinander gehen.
Terminhandel
Organisierter Handel von Finanzinstrumenten, Devisen und Waren auf einen späteren Termin. Der Abschluss des Vertrages und die Erfüllung fallen nicht gleichzeitig an.
Testament
Das Testament ist eine letztwillige Verfügung über das Vermögen (Aktiven und Passiven) einer Person auf deren Tod hin. So weit es dem Gesetz nicht widerspricht, können im Testament alle Wünsche und Vorstellungen festgehalten werden.
Thesaurierung
Begriff für die Wiederanlage von Dividenden und Couponszahlungen innerhalb eines Investmentfonds. Die Alternative dazu wäre eine Ausschüttung an die Investoren.
Tilgung
Rückzahlung oder Abbau von Schulden. Dies kann durch direkte Rückzahlung an den Geldgeber geschehen oder indem der Schuldner eigene Obligationen an der Börse zurückkauft.
Timing
Darunter versteht man die Wahl des richtigen Zeitpunktes für Käufe und Verkäufe an der Börse. Entscheidend ist dies vor allem für Trader und weniger für Langfristinvestoren.
Totalverlust
Verlust der gesamten Investition. Bei einzelnen Aktien ist ein totaler Verlust möglich, wenn das betreffende Unternehmen in Konkurs geht. Ein grosses Risiko von Totalverlusten geht der Investor beim Kauf von Optionen ein.
Track Record
Bezeichnung für die Performance eines Fonds bzw. eines Fondsmanagers in der Vergangenheit.
Trader
Händler der sehr kurzfristig orientiert Wertschriften kauft und verkauft, um von den Kursschwankungen zu profitieren.
Trading
Kurzfristiges Kaufen und Verkaufen an der Börse, mit dem Ziel von Tagesschwankungen zu profitieren.
Tragbarkeit
Die Tragbarkeit sagt aus, ob eine Liegenschaft für einen Käufer finanzierbar ist. Als Faustregel gilt, dass die laufenden Kosten wie Hypothekarzinsen, Amortisation, Nebenkosten und Unterhaltskosten maximal ein Drittel des Einkommens betragen sollten, damit die Tragbarkeit langfristig gewährleistet ist.
Transfer von Wertschriften
Ein Wertschriftendepot kann von einer Bank zu einer anderen Transferiert werden. Banken verrechnen für den Transfer teilweise hohe Spesen, üblich sind 50 bis 200 Franken pro Titel. Wer gut verhandelt, kann mit der neuen Bank vereinbaren, dass sie die Kosten für den Transfer übernimmt.
Trend
Über einen längeren Zeitraum andauernde Marktbewegung in eine Richtung (positiver oder negative Trend).
Turnaround
Wenn ein Unternehmen aus einer sehr schlechten Situation heraus wieder nachhaltig Gewinne schreibt.
U
Umsatz
Summe des gesamten Verkaufserlöses eines Unternehmens aus dem Verkauf von Produkten und Dienstleistungen.
Umwandlungssatz
Darunter versteht man den Prozentsatz des angesparten Pensionskassenkapitals, der einem Rentner jährlich als Rente ausbezahlt wird. Ein Umwandlungssatz von 6.5% bedeutet bei einem angesparten Kapital von 100'000 Franken eine jährliche Pensionskassenrente von 6'500 Franken.
Underperformance
Bezeichnung für einen Kursverlauf von Wertpapieren, der schlechter ist als der Vergleichsindex (Benchmark).
Uneinheitlich
Wenn sich an der Börse kein einheitlicher Trend dursetzen kann und einige Aktien steigen während andere an Wert einbüssen.
Unsystematisches Risiko
Risiko, das durch Diversifikation (Streuung der Risiken) reduziert werden kann. Eine Reduktion des unsystematischen Risikos kann durch den Einsatz verschiedener Anlagen erreicht werden, wenn die Investments nicht vollständig positiv miteinander korrelieren. Dadurch wird eine Risikoreduktion im Portfolio erreicht, ohne dass langfristig auf Rendite verzichtet werden muss. Das Marktrisiko (systematisches Risiko) kann gemäss Finanzmarkttheorie nur reduziert werden, wenn auf Renditechancen verzichtet wird.
V
Value Strategie
Anlagestrategie, bei der Aktien mit einem verhältnismässig hohen Buchwert eingesetzt werden. Solche Titel weisen meistens ein tieferes Kurs-/ Gewinnverhältnis aus als der Marktdurchschnitt. Der Value Investor geht davon aus, dass die Börse die relative Unterbewertung langfristig wieder korrigiert und seine Aktien besser abschneiden als der Gesamtmarkt.
Variable Hypothek
Bei einer variablen Hypothek wird der Zinssatz vom Kreditgeber laufend an die Zinsentwicklung auf dem Kapitalmarkt angepasst. Unter Einhaltung der Kündigungsfrist sind variable Hypotheken jederzeit kündbar.
Verkehrswert
Ein anderer Begriff für Marktpreis. So viel würde der Markt (ein Käufer) für einen Gegenstand oder eine Liegenschaft bezahlen, wenn das Objekt zum Kauf angeboten würde.
Vermögensbetreuung
In der Vermögensbetreuung geht es um die Verwaltung des Wertschriftendepots unter Berücksichtigung der Gesamtvermögenssituation. Ziel ist über das gesamte Vermögen eine Anlagestrategie zu verfolgen, die der jeweiligen Lebenssituation und Risikofreudigkeit des Anlegers entspricht.
Vermögenskategorie
Darunter versteht man die Unterteilung des Vermögens in verschiedene Anlageklassen. Die häufigsten Unterscheidungsmerkmale sind das eingegangene Risiko, die steuerliche Behandlung oder die zeitliche Verfügbarkeit der Gelder.
Vermögensplanung
Bei der Vermögensplanung geht es darum, die Einkommens-, Vermögens- und Steuerentwicklung zu planen. Die Planung dient als Basis bei die Organisation der Vermögenswerte. Sie bestimmt den Anlagehorizont einzelner Gelder und die Auswirkungen einzelner Massnahmen können auch langfristigl miteinander verglichen werden.
Vermögenssteuer
Die Vermögenssteuer ist ein Teil der Staatssteuer, welche auf dem Vermögen natürlicher Personen erhoben wird. Der Bund erhebt keine Vermögenssteuern.
Vermögensstrukturierung
Aufteilung des Gesamtvermögens (inkl. Vorsorgegelder, Liegenschaften und weitere Vermögenswerte) auf verschiedene Risikokategorien. Ermöglicht die Hinterfragung und Steuerung des insgesamt eingegangen Anlagerisikos.
Vermögensverwaltung
Bewirtschaftung des Wertschriftendepots durch einen Vermögensverwalter oder eine Bank. Der Kunde erteilt dem Vermögensverwalter den Auftrag, das Wertschriftendepot zu verwalten.
Vermögensverwaltungsgebühr
Entschädigung des Vermögensverwalters für die Bewirtschaftung des Wertschriftendepots. Üblich ist eine prozentuale Gebühr und allenfalls eine Gewinnbeteiligung bei Erreichen einer überdurchschnittlichen Rendite.
Verrechnungssteuer
Steuer von 35%, die in der Schweiz auf Einnahmen aus dem angelegten Kapital fällig und direkt in Abzug gebracht wird. Kann bei Angabe des Ertrages via Steuererklärung wieder zurückverlangt werden.
Vertriebsprovision
Entgelt für die Vermittlung von Finanzprodukten im Banken- und Versicherungsbereich. Die Provisionen werden indirekt durch Kosten und Gebühren, welche der Anleger zu zahlen hat, finanziert.
Vertriebsvereinbarung
Vertragliche Zusammenarbeit zwischen einem Produktanbieter (Banken, Fondsgesellschaften und Versicherungen) und einem Vermittler. Dieser übernimmt für den Produktanbieter die Akquise und erhält dafür Provisionen. Vermittler bieten für die Produkte, bei denen sie eine Vertriebsvereinbarung eingegangen sind, Beratungsleistungen an.
Verwaltungsgebühr
siehe Management Fee
Verwaltungsrat
Der Verwaltungsrat übernimmt die Oberleitung der Aktiengesellschaft und kann in allen Angelegenheiten Beschluss fassen, die nicht der Generalversammlung zugeteilt sind.
Verzinsung
Laufende Auszahlung an die Eigentümer von Obligationen. Die Nominalverzinsung bezieht sich auf den Nennwert und die effektive Verzinsung auf den aktuellen Kurs der Obligation.
Vinkulierte Namenaktien
Aktie, die zur Übertragung die Zustimmung der Aktiengesellschaft erfordert.
Volatilität
Volatilität bezeichnet in der Statistik die Schwankung von Zeitreihen. In der Finanzwelt ist die Volatilität ein Mass für das Ausmass von Schwankungen verschiedenster Finanzparameter wie beispielsweise Aktienkurse oder Zinsen. Eine hohe Volatilität bedeutet hohe Kursschwankungen (Verlustrisiko).
Volumenrabatt
Wie in anderen Wirtschaftsbereichen gibt es auch in der Finanzbranche eine Art Mengenrabatt. Da externe Vermögensverwalter grosse Handelsumsätze generieren, erhalten sie von der Bank Preisabschläge, die sie für sich behalten oder den Kunden weiterleiten können.
Vorbörse
Handel vor Beginn der offiziellen Börsenhandelszeit. Sie kann als Indikator dienen, wie der Tag an der Börse sein wird.
Vorsorgesystem in der Schweiz
Die Vorsorge in der Schweiz wird seit 1972 durch das sogenannte 3 Säulen Prinzip, welches in der Bundesverfassung verankert ist, organisiert. Die 1. Säule ist für alle obligatorisch. Der 2. Säule müssen sich Arbeitnehmer ab einem gewissen Mindesteinkommen anschliessen. Die 3. Säule ist freiwillig.
Vorzeitige Pensionierung
In der Schweiz ist das ordentliche Pensionierungsalter 64 Jahre (Frauen) beziehungsweise 65 Jahre (Männer). Wenn jemand vorzeitig aus dem Erwerbsleben austritt, spricht man von einer Frühpensionierung. Bei einer vorzeitigen Pensionierung entsteht üblicherweise eine Einkommenslücke, weil die AHV erst beim ordentlichen Rentenalter ausbezahlt wird.
VQF
Verein zur Qualitätssicherung von Finanzdienstleistungen. Sie ist die grösste offizielle Selbstregulierungsorganisation (SRO) gemäss GwG mit Anerkennung der Eidgenössischen Finanzverwaltung.
W
Wachstumsaktie
Bezeichnung für die Aktie einer Firma mit stark steigenden Umsätzen und Gewinnen. Für solche Aktien sind die Investoren normalerweise bereit, einen höheren Preis zu bezahlen.
Wall Street
Strasse in Manhattan, in der die New Yorker Börse beheimatet ist. Wenn ein Investor von der Wall Street spricht, meint er damit häufig die gesamte amerikanische Börse.
Wandelanleihe
Eine Obligation, die der Käufer zu einem bestimmten Zeitpunkt und einem im Voraus bestimmten Kurs in eine Aktie tauschen kann. Damit kann er teilweise von einem Kursanstieg der Aktie profitieren, ohne das gesamte Risiko zu tragen. Dafür erhält der Investor tiefere Couponszahlungen als bei einer normalen Obligation.
Wandlung
Umtausch einer Wandelanleihe in eine Aktie.
Warenbörse
Börse für den Handel mit Rohstoffen wie Nahrungsmitteln oder landwirtschaftlichen Produkten.
Warentermingeschäft
Organisierter Handel mit Waren zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft. Durch solche Termingeschäfte können die Preise bereits im Voraus festgelegt werden, was die Absicherungskosten beider Parteien reduziert.
Warrant
Internationaler Begriff für Optionsscheine.
WEF-Bezug
WEF steht für Wohneigentumsförderung. Die Wohneigentumsförderung ist eine staatspolitische Massnahme und hat zum Ziel, dass sich mehr Leute ein Eigenheim leisten können. Im Rahmen eines WEF-Bezuges können Gelder aus der zweiten Säule und der Säule 3a frühzeitig bezogen werden, um sich die eigenen vier Wände zu finanzieren.
Wertpapier
Verbrieftes Vermögensrecht in Form einer Urkunde, wobei das Recht ohne Urkunde weder geltend gemacht noch übertragen werden kann. Zu den wichtigsten Wertpapieren gehören Aktien und Obligationen.
Wertschriftenportfolio
Verschiedene Investitionen / Wertschriften zusammengefasst als Ganzes. Mit dem Portfolio wird üblicherweise eine Gesamtstrategie verfolgt und die einzelnen Anlagen werden aufeinander abgestimmt.
Wiederanlage
Wenn die Zinserträge innerhalb eines Fonds nicht an die Anteilsinhaber ausgeschüttet, sondern reinvestiert werden.
Windfall Profits
Gewinne, die ein Unternehmen zusätzlich erzielt, ohne etwas dazu beigetragen zu haben. Meistens fallen solche Gewinne aufgrund von Änderungen der Marktsituation an. So führen zum Beispiel steigende Goldpreise zu höheren Margen bei Goldminen.
Window Dressing
Institutionelle Anleger und Vermögensverwalter versuchen häufig gegen Ende Jahr ihre Depots mit Käufen von Titeln, die sich im Jahresverlauf gut entwickelt haben, zu verschönern. Die gegenteilige Vorgehensweise sieht man bei Aktien, die ein schlechtes Börsenjahr hinter sich haben.
Wohneigentumsförderung (WEF)
Die Wohneigentumsförderung ist eine staatspolitische Massnahme und hat zum Ziel, dass sich mehr Leute ein Eigenheim leisten können. Bei der Wohneigentumsförderung geht man davon aus, dass selbstgenutztes Wohneigentum als adäquates Mittel zur Vorsorge geeignet ist. Während bei jüngeren Leuten die Wohneigentumsförderung hauptsächlich als „Starthilfe“ zur Finanzierung von Wohneigentum gebraucht wird, kann sie unter gewissen Voraussetzungen bei angehenden Rentnern als Steueroptimierungsinstrument eingesetzt werden.
Währung
Gesetzliches Zahlungsmittel eines Staates.
Währungsgewinn
Gewinn, der durch steigende ausländische Währungen erzielt wurde.
Währungsrisiko
Risiko, das der Anleger in fremden Währungen trägt, weil sich diese gegenüber der eigenen Währung abwerten kann. Steigt die fremde Währung, kann der Investor dafür von einem Währungsgewinn profitieren.
X
Y
Z
Zeichnungsfrist
Zeitraum, in dem Interessenten Wertpapiere vor der Emission zeichnen können, die später an der Börse gehandelt werden.
Zeitwert
Die Differenz zwischen dem aktuellen Kurswert und dem inneren Wert einer Option. Der Investor ist bereit einen gewissen Aufpreis (Zeitwert) zu bezahlen, weil sich der Basiswert in der verbleibenden Zeit noch zu seinen Gunsten entwickeln kann. Gegen Ende der Laufzeit tendiert der Zeitwert gegen Null.
Zeitwertverlust
Wenn sich der Basiswert nicht bewegt, erleidet der Inhaber einer Option einen Verlust, weil der Zeitwert laufend abnimmt.
Zero-Bond
Obligation, die keine Zinsen auszahlt. Sie wird zu einem tiefen Kurs ausgegeben und am Ende der Laufzeit zu 100% zurückbezahlt.
Zertifikat
Finanzinstrument mit einer meistens begrenzten Laufzeit. Der Inhaber partizipiert dabei an der Kursentwicklung eines zugrundeliegenden Baskets oder Indices.
Zins
Entgelt für die Überlassung von Geld. Die Zinsentwicklung hat sowohl Auswirkungen auf den Obligationen- als auch Aktienmarkt.
Zinseszinseffekt
Zinseszins ist der Zins (oder Anteil an der Gesamtrendite), der für bereits in einem früheren Berechnungszeitraum bezahlten Zins (oder Wertsteigerung) gutgeschrieben / erzielt wurde. Der Zinseszinseffekt beschreibt die exponentielle Veränderung eines Investitionsbetrages bei regelmässiger Verbuchung und Reinvestition der Erträge.
Zinsinversion
Im Normalfall erhält der Käufer einer Obligation einen höheren Zins, wenn er sich für eine lange Laufzeit entscheidet und entsprechend sein Geld bindet. Im Fall einer inversen Zinskurve erhält er für kurze Laufzeiten einen höheren Zins als für Langfristanlagen.
Zinsrisiko
Darunter versteht man das Risiko einer Zinsänderung. Besitzt man eine Obligation mit einem festen Zins, so verliert diese an Wert, sobald die Marktzinsen steigen. Der Grund liegt darin, dass die Anleger nun eine bessere Anlagemöglichkeit mit einer höheren Zinszahlung haben.
Zinssensitive Aktien
Aktien, die stark auf Änderungen des Zinsumfeldes reagieren. Zu diesen Unternehmen gehören Banken und Versicherungen, weil ihre Rentabilität stärker vom Zinsumfeld abhängig ist als andere Branchen.
Zocker
Investor, der sehr kurzfristig hohe Gewinne erzielen möchte und ein entsprechend hohes Risiko auf sich nimmt.
Zuteilung
Bei Überzeichnung vor der Emission neuer Aktien werden diese auf die Zeichner aufgeteilt bzw. ihnen zugelost.
Zwangspensionierung
Die Zwangspensionierung ist eine Form der Frühpensionierung, welche vom Mitarbeiter / Angestellten nicht freiwillig eingeleitet wird. Bei Zwangspensionierungen unterstützen Arbeitgeber die angehenden Frührentner vielfach, es gibt jedoch auch Härtefälle. Dann muss die Einkommenslücke bis zur ordentlichen Pensionierung aus eigener Karft finanziert werden.
zweite Hypothek
Hypothekargeber gewähren eine 1. Hypothek in der Regel bis zu einer Belehnung von 66 Prozent. Für eine Belehnung die 66% übersteigt, kommt eine sogeannte 2. Hypothek zur Anwendung. Die 2. Hypothek steht der ersten Hypothek im Rang nach und daher ist das Risiko für den Kreditgeber etwas höher. Der Zinssatz für die die 2. Hypothek ist etwa 0.5 bis 1 Prozent höher als für die 1. Hypothek.
zweite Säule (Pensionskasse)
Im Jahr 1982 wurde die erste Säule (AHV) durch die zweite Säule, die sogenannte berufliche Vorsorge, ergänzt. Geregelt ist die zweite Säule im BVG (Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge). Obligatorisch in der zweiten Säule versichert ist jeder Arbeitnehmer, der ein gewisses Einkommen erzielt. Abgesichert werden in der Pensionskasse die Risiken Tod, Invalidität und Alter. Die Höhe der Beiträge, an den sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer beteiligen, hängt vom Alter, Lohn, Geschlecht, der Pensionskasse und der Höhe des Einkommens ab.
Zyklische Aktien
Aktien von Unternehmen, deren Umsatz- und Gewinnentwicklung stark vom Konjunkturverlauf abhängig sind. Typische zyklische Branchen sind Metall, Maschinenbau, Basischemie und Erdölförderung.
Überbrückungsrente
Zusätzliche Rentenzahlung der Pensionskasse bei einer frühzeitigen Pensionierung bis zum AHV-Alter. Die Überbrückungsrente wird oft vom Arbeitgeber (mit)finanziert. Übernimmt der Arbeitgeber nicht die gesamte Finanzierung, so wird die lebenslängliche Pensionskassenrente anteilsmässig gekürzt.
Überkauft
Technische Analysten sprechen von einem überkauften Markt, wenn die Kurse stark ansteigen und für eine Korrektur anfällig werden (Gegenteil: überverkauft).
Übernahme
Wenn ein Unternehmen von einer anderen Firma aufgekauft wird. Damit die bisherigen Investoren ihre Aktien verkaufen, muss das neue Unternehmen einen Übernahmepreis offerieren, der über dem akuellen Kurs liegt.
Überobligatorischer Teil in der Pensionskasse
Sparguthaben, das den obligatorischen Teil gemäss BVG übersteigt, fliesst in den überobligatorischen Teil. Der überobligatorische Teil wird vielfach auch als Bel Etage bezeichnet. Beim überobligatorischen Teil kommen die Eckwerte des Reglements zum tragen (Umwandlungssatz etc.). In der Regel ist der Rentenumwandlungssatz beim überobligatorischen Teil tiefer als beim obligatorischen Teil
Überschuldung
Die Verbindlichkeiten übersteigen das Vermögen des Unternehmens.
Überschüsse bei Lebensversicherungen
Die Überschüsse bei Lebensversicherungen sind nicht garantiert. Sie richten sich nach dem Gewinn der Versicherungsgesellschaft und werden jedes Jahr neu festgelegt.
Überverkauft
Wenn die Kurse stark gefallen sind, sprechen die technischen Analysten von einem überverkauften Markt und erwarten eine positive Gegenbewegung (Gegenteil: überkauft).
Überzeichnung
Übersteigt bei der Emission von Wertpapieren die Nachfrage das Angebot, so handelt es sich um eine Überzeichnung.